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Fußball: Die Tormaschine will nachlegen

Fußball : Die Tormaschine will nachlegen

Der PSV Wesel stellt nach den Kantersiegen gegen Neukirchen und Tönisberg die beste Offensive der Landesliga. Gegen den Duisburger SV 1900 erwartet Trainer Roger Rütter morgen dennoch ein "Duell auf Augenhöhe".

Roger Rütter genießt zwar nach eigener Aussage den Moment. Der Trainer des Fußball-Landesligisten PSV Wesel ist in diesen Tagen aber gleichzeitig bemüht, seine Mannschaft vor zu hohen Erwartungen zu schützen. "Es darf jetzt keiner am Sonntag zum Platz kommen und dann von den Jungs erwarten, dass sie wieder acht Tore schießen", sagt der Coach vor der Heimpartie gegen den Duisburger SV 1900.

Findungsphase abgeschlossen

Die jüngsten Ergebnisse des PSV haben Eindruck gemacht. Dem 8:0-Erfolg gegen einen überforderten SV Neukirchen ließ das Rütter-Team am vergangenen Wochenende ein beeindruckendes 5:0 beim bis dahin ungeschlagenen Spitzenreiter DJK/VfL Tönisberg folgen. So schnell kann es im Fußball gehen. Musste man nach der Auftaktniederlage gegen Viktoria Buchholz (1:4) und den darauffolgenden drei Unentschieden in Folge noch von vier Spielen ohne Sieg sprechen, sind daraus nun fünf Partien ohne Niederlage geworden. "Die Mannschaft hat ihre Findungsphase abgeschlossen. Es hat sich eine Stammelf herauskristallisiert, die im Moment einfach gut zusammenpasst", erklärt Roger Rütter eins der Geheimnisse des Erfolgs.

Positionswechsel zeigen Wirkung

David Müller, der zum Saisonstart noch im Mittelfeld agierte, macht nun Dampf über die rechte Abwehrseite. David Mittelstädt ging den umgekehrten Weg und spielt nun wieder gewohnt stark im zentralen Mittelfeld. Neben ihm sorgt Matthäus Cwiek, den Rütter von der linken Seite ebenfalls ins Zentrum beorderte, für kreative Momente. Und Sebastian Eisenstein, der zu Saisonbeginn als einzige Sturmspitze das Toreschießen verlernt zu haben schien, spielt nun über die rechte Mittelfeldseite wieder seine gewohnte Gefährlichkeit aus. "Wir haben viele gute Einzelspieler, die jetzt endlich auch als Kollektiv funktionieren", sagt Rütter.

Neben dem Wert der 18 Tore, der nebenbei der beste in der Liga ist, kann sich der PSV-Coach aber auch über das stark verbesserte Defensivverhalten seiner Schützlinge freuen. "Wir sind fünf Halbzeiten ohne Gegentor. Das kann sich auch sehen lassen", meint Rütter, der gegen den Duisburger SV 1900 ein "Zweikampf betontes Spiel" erwartet. "Der Gegner ist ebenfalls in Bestform. Es wird ein Duell auf Augenhöhe", glaubt er.

(RP)