Die nächste Heimniederlage für den SV Schermbeck

Fußball : Die nächste Heimniederlage für den SV Schermbeck

Zum dritten Mal in Folge unterliegt der Oberligist vor eigenem Publikum - diesmal mit 1:2 gegen Westfalia Rhynern.

Eigentlich wollte Thomas Falkowski an diesem familiären Festtag mal ganz ohne Fußball auskommen. Schließlich stand die Taufe seiner zweiten Tochter Tilda an. „Aber irgendwie hatte ich keine Ruhe auf der Feier“, sagte der Coach des Oberliga-Aufsteigers SV Schermbeck. Also ab zum Waldsportplatz und nach der Halbzeitpause auf dem Trainerstuhl Platz genommen. Von dort aus erlebte der 35-Jährige die Fortsetzung des Heimfluchs mit. Gegen Westfalia Rhynern kassierte der Neuling mit 1:2 (0:1) die dritte Niederlage im dritten Heimspiel.

In den ersten 45 Minuten hatte der Übungsleiter nicht viel verpasst. Den Zuschauern wurde spielerische Magerkost geboten. Stattdessen gab es aber lautstarkes Kommentieren jeder Schiedsrichter-Entscheidung. Vor allen Dingen die Gäste-Akteure mussten bei fast jedem Pfiff oder aber, wenn dieser ausblieb, ihre Meinung beisteuern. Zudem gingen beide Teams nicht wirklich zimperlich miteinander um. Fouls und Hektik dominierten das Geschehen. Schiedsrichter David Hennig (Essen) hatte Schwerstarbeit zu verrichten. 23 Unterbrechungen in 45 Minuten ließen nie einen Spielfluss aufkommen.

Kein Wunder, dass die wenigen Möglichkeiten aus Standardsituationen resultierten. So schlenzte Kilian Niewerth (22.) nach Foul an Patrick Rudolph einen Freistoß aus 18 Metern über die Mauer. Doch Westfalia-Keeper Alexander Hahnemann parierte glänzend. Eine fast identische Situation führte fünf Minuten später zum Schermbecker Rückstand. Lennard Kleine zielte jedoch noch genauer. Ansonsten gab es noch eine vorsichtige Annäherung des SVS, als Marek Klimczok eine Niehoff-Ecke in der 36. Minute über das Tor köpfte.

Die zweite Halbzeit brachte dann mehr Spielfluss und Torraumszenen. Nachdem Marc Schröter von der Westfalia-Abwehr in letzter Sekunde noch geblockt worden war (50.), fiel in der 56. Minute der ausgleich, als Malte Grumann Schröter gekonnt in Szene setzte. Der Gastgeber war dem Führungstreffer in der Folgezeit nahe. Wie bei Gökhan Turans Versuch aus der Distanz oder einem Kopfball von Nikolaj Zugcic, den ein Gäste-Akteur auf der Linie klärte.

Wie aus heiterem Himmel sorgte Lucas Arenz dann in der 64. Minute für das 2:1 der Gäste. Der SV Schermbeck besaß in der Folgezeit zwar noch gute Möglichkeiten, um zumindest einen Punkt zu ergattern. Doch weder Patrick Rudolph, dessen Chance abermals kurz vor der gegnerischen Torlinie geklärt wurde,  noch Malte Grumann, der 60 Sekunden vor dem Abpfiff das 2:2 auf dem Fuß hatte, dicherten dem SVS den Punkt, den er verdient gehabt hätte.

„Wir waren wieder nicht die schlechtere Mannschaft. Ärgerlich, dass sich mein Team nicht belohnt hat“, sagte Thomas Falkowski, der wohl länger auf Kevin Rudolph verzichten muss. Ohne Einfluss des Gegners verletzte er sich unglücklich am Knöchel.

(R.P.)
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