Die HSG Wesel ist nur noch Mittelmaß

Die HSG Wesel ist nur noch Mittelmaß

Michael Hillig ist Realist. Der verletzte Torhüter und Trainer der HSG Wesel weiß deshalb genau, was die Stunde geschlagen hat, weil der Handball-Landesligist am Samstagabend mit dem 33:35 (15:20) im Heimspiel gegen den Drittletzten DJK TuRa 05/Styrum 06 eine bittere Niederlage hinnehmen musste. Die HSG steht in der Tabelle zwar mit jetzt 10:6-Punkten weiter auf dem zweiten Platz. "Doch ein Spitzenteam sind wir in der derzeitigen Verfassung beileibe nicht", stellte Michael Hillig fest, der die Mannschaft seit dieser Saison mit seinem Teamkollegen Falko Gaede trainiert. Darum kommt's für Hillig auch "nur noch von der Papierform her" zu einem Spitzenspiel, wenn die HSG jetzt am Sonntag beim Tabellenführer Adler Bottrop antritt.

Denn nach der dritten Niederlage in den letzten vier Spielen stellt der Landesligist in der Klasse allenfalls noch Mittelmaß dar. Höheren Ansprüchen genügt er derzeit nicht, weil er im Angriff und in der Abwehr erheblich schwächelt. "Wenn man ganz oben mitspielen will, darf man gegen so eine Mannschaft nicht verlieren", kommentierte Hillig die Pleite gegen den Drittletzten, die der Gastgeber in der Rundsporthalle zum größten Teil selbst verschuldete.

Die HSG Wesel war in den ersten 15 Minuten in der Offensive überhaupt nicht auf der Höhe des Geschehens. Das bedeutete schon den Anfang vom Ende, da das Team in der Defensive nie zur nötigen Stabilität fand. Da nutzte es der HSG auch reichlich wenig, dass sie sich in Hälfte zwei wenigstens im Angriff steigerte. Ihr gelang es nur, mehrfach den Ausgleich zu erzwingen. Doch in Führung ging der Favorit nie. Dafür leistete er sich zu viele Schnitzer. "Wir hatten es in der Hand, das Spiel nach der Pause zu drehen. Doch wir haben es nicht geschafft, weil uns viel zu viele Fehler unterlaufen sind", meinte Falko Gaede. Die HSG Wesel ist am Samstagabend endgültig auf dem Boden der Tatsachen gelandet.

HSG Wesel: Breiter - Heffels (2), Haase (1), Seidler (9), Kuhlmann, Ahlhoff, Rühl (3), Glaser (5/3), Pannen (1), Jacoby, Gaede (4), Borgmann (8).

(RP)