Fußball Der PSV Wesel will sich diesmal wehren

Wesel · Oberligist hat das 1:8 gegen den VfB Hilden sowie die schwere Verletzung von David Mittelstädt vorerst abgehakt. Das Team möchte sich nun mit Anstand in die Winterpause verabschieden. Morgen kommt der TV Jahn Hiesfeld.

 Der PSV Wesel muss in der Abwehr umbauen. Nach der schweren Verletzung von Kapitän David Mittelstädt gilt Oliver Vos (links) als Favorit auf den zweiten Platz in der Innenverteidigung neben Björn Assfelder.

Der PSV Wesel muss in der Abwehr umbauen. Nach der schweren Verletzung von Kapitän David Mittelstädt gilt Oliver Vos (links) als Favorit auf den zweiten Platz in der Innenverteidigung neben Björn Assfelder.

Foto: Malz

14 Gegentore in den letzten beiden Spielen und ein Kapitän, für den die Saison gelaufen ist — die vergangenen Tage waren für den PSV Wesel alles andere als angenehm. Der Aufsteiger in die Fußball-Oberliga, der nach den klaren Niederlagen gegen ETB SW Essen (0:6) und beim VfB Hilden (1:8) auf den letzten Platz abgerutscht ist, möchte sich nun in den verbleibenden zwei Heimspielen des Jahres mit Anstand in die Winterpause verabschieden. Ob dabei auch etwas Zählbares herausspringt, ist erst einmal zweitrangig. "Wir hatten am Dienstag eine Sitzung. Dabei haben die Jungs Farbe bekannt. Sie wollen sich zur Wehr setzen und nun wieder anders auftreten", sagt PSV-Trainer Roger Rütter vor der Partie gegen den TV Jahn Hiesfeld.

Den Coach selbst haben die Ereignisse der letzten Tage schwer getroffen. Er nimmt dabei aber eine klare Unterscheidung vor. "Die Verletzung von David Mittelstädt war für mich deutlich schlimmer als die Niederlage gegen Hilden. Aber auch das ist kein Weltuntergang. Wir können uns ja jetzt nicht irgendwo einschließen. Irgendwie muss es weitergehen", meint er. Rütter betonte einmal, dass man sich den Spaß am Abenteuer Oberliga so lange wie möglich erhalten wolle. Das gelingt dem PSV nach eigener Aussage nach wie vor — zumindest im Training. "Die Stimmung ist weiterhin gut. Am Donnerstag haben wir in der Halle trainiert. Das hat allen Spaß gemacht", sagt Rütter.

Der Coach weiß aber auch, dass sich ein akzeptables Ergebnis gegen den TV Jahn Hiesfeld nicht nur mit Spaß an der Freude erzielen lässt. "Wir müssen mit einer anderen Körpersprache als zuletzt auftreten und uns gegenseitig unterstützen. Wir haben zwar personelle Probleme. Dennoch werden wir ein Team auf den Platz stellen, das den Gegner mit aller Macht bekämpfen wird", sagt Rütter.

Der Coach möchte seiner Mannschaft diesmal eine defensivere Taktik verordnen. Wie die genau aussieht, wollte er noch nicht verraten. Gleiches gilt auch für die Antwort auf die Frage, wer David Mittelstädt morgen in der Innenverteidigung ersetzt. Die besten Karten dürfte aber Oliver Vos haben. In Eray Tuncel, der seine Sperre abgesessen hat, Marcel Dahm und Matthäus Cwiek stehen dem PSV Wesel zudem weitere Alternativen zur Verfügung.

(RP)
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