Lokalsport: Der PSV Wesel hat seine Ziele erreicht

Lokalsport : Der PSV Wesel hat seine Ziele erreicht

Der Fußball-Landesligist kann mit der Saison 2017/2018 zufrieden sein. Auch wenn es in der Hinrunde ein Tief gab, schaffte das junge Team von Trainer Björn Assfelder problemlos den Klassenerhalt und belegte am Ende Rang acht.

Dass der PSV Wesel seine letzte Saisonpartie in der Fußball-Landesliga beim ESC Rellinghausen mit zwei Toren Differenz (4:2) gewann, barg für Trainer Björn Assfelder einen netten Nebeneffekt. 58 Treffer erzielt, 57 kassiert - zum ersten Mal unter Assfelders Regie schlossen die Kicker des PSV damit eine Spielzeit mit einer positiven Tordifferenz ab. Dank eines starken Schlussspurts mit fünf Siegen in Serie konnten sich auch Punktekonto und Platzierung sehen lassen. Mit 49 Zählern landeten die Weseler auf dem achten Rang. Nicht der einzige, aber durchaus auch ein Beleg für die positive Entwicklung, die das junge Team vom Molkereiweg genommen hat.

"Wir sind insgesamt einfach stabiler geworden und haben es häufig geschafft, dem Gegner unser Spiel aufzuzwingen", sagt Coach Assfelder. "Unser Spiel", das bedeutete beim Landesligisten zumeist, tief zu stehen und bei Balleroberung schnell umzuschalten. Ein Plan, der vor allem in der erfolgreicheren Rückrunde ganz oft aufging.

Nach einer vielversprechenden Vorbereitungsphase im vergangenen Sommer geriet auch der Start mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen und ansehnlichen Leistungen erfreulich. Es folgte zwar eine längere Ergebniskrise, die den PSV Wesel bis ans Ende der Tabelle beförderte. Doch sowohl die Verantwortlichen als auch die Spieler bewahrten einen kühlen Kopf. "Es war sicherlich auch ein Erfolgsfaktor, dass wir in kritischen Situationen die Ruhe behalten und einfach kontinuierlich weitergearbeitet haben", sagt der Übungsleiter des Landesligisten. Die Erfahrungen aus der schwachen Hinrunde der Vorsaison mögen da ebenfalls geholfen haben. Bis zur Winterpause jedenfalls hatten sich die Weseler längst wieder gefangen und fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge herausgeholt.

Und auch wenn Björn Assfelder den Blick in der Tabelle noch lange nach unten richten sollte, wurde es nicht mehr eng mit dem Klassenerhalt. Im letzten Saisonviertel gab der 35-Jährige schließlich neue Ziele aus. Er wollte mit seinem Personal einen einstelligen Tabellenplatz belegen und das zweitbeste Team des Fußball-Kreises Rees-Bocholt nach dem Oberligisten 1. FC Bocholt werden. Seine Schützlinge zogen mit und erfüllten die Vorgaben letztlich souverän.

Dass sich im Winter der bis dato beste Torschütze Necati Güclü überraschend zum Ligakonkurrenten FSV Duisburg verabschiedete, für den der Stürmer dann keine Partie bestritt, weil er keine Spielberechtigung hatte, kompensierten die Weseler im Kollektiv. Ohnehin tut sich Björn Assfelder sehr schwer, aus seiner so gut funktionierenden Mannschaft einzelne Akteure hervorzuheben. Mit wenigen Ausnahmen: Da wäre zum Beispiel Sebastian Weinkath, der vom Bezirksliga-Absteiger SV Bislich kam, die ersten Begegnungen verletzungsbedingt verpasste, dann aber ganz schnell zu einer stabilisierenden Stammkraft in der Defensivabteilung des Landesligisten wurde.

"Am Ende sind es ganz viele Faktoren, die zum Erfolg geführt haben. Wir haben uns als Team präsentiert, Rückschläge immer wieder gut weggesteckt. Und auch die Trainingsbeteiligung war okay", sagt der Übungsleiter. Viel zu meckern gibt es für Björn Assfelder nicht. "In der Gesamtbilanz sind da vielleicht noch vier, fünf Begegnungen, in denen wir auch hätten punkten können, wenn wir im Spiel nach vorne mehr Konsequenz gezeigt hätten. Manchmal fehlt auch einfach noch die Reife, um so eine Partie souverän durchzuspielen", sagt der Coach des Landesligisten. Erkenntnisse, die ganz sicher in die zukünftige Arbeit des Trainers einfließen werden.

(RP)