Fußball: Der PSV muss jetzt nach unten blicken

Fußball : Der PSV muss jetzt nach unten blicken

Der Kapitän bleibt das Sorgenkind beim Fußball-Landesligisten PSV Wesel. Der Neuling muss morgen beim Drittletzten TuB Bocholt auf Abwehrchef David Meyer verzichten, den eine Knieverletzung weiter zum Zuschauen verurteilt. "David hat immer wieder einen stechenden Schmerz im Knie. Er war schon bei drei Ärzten, die aber nichts festgestellt haben", sagt Trainer Franz Raschid. Jetzt soll eine Kernspintomographie Aufschluss darüber geben, was die Beschwerden verursacht. "Ich hoffe, dass wir schnell einen Termin bekommen, damit der Spieler und wir wissen, woran wir sind", meint Raschid.

Er steht mit seinem Team morgen vor einer richtungweisenden Partie. Denn nach vier Spielen ohne Sieg muss der PSV Wesel den Blick in der Tabelle wieder nach unten richten. Er steht zwar auf dem achten Rang, hat aber nur noch sechs Punkte Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz, den der morgige Gegner einnimmt. Bei einer Niederlage könnte das Polster auf die Plätze, die hinunter in die Bezirksliga führen, erheblich schrumpfen. "Es ist deshalb wichtig, dass wir in Bocholt punkten", sagt Raschid.

Er weiß, dass es nicht leicht wird, dieses Ziel zu erreichen. Denn der Gastgeber war zuletzt klar im Aufwind, nachdem er schlecht in die Saison gestartet war, weil er in den ersten Spielen erhebliche Personalprobleme hatte. TuB Bocholt schaffte zuletzt einen 2:0-Erfolg gegen den Tabellendritten GSV Moers. Eine Woche zuvor hatte das Team dem Zweiten FC Bocholt ein 0:0 abgetrotzt. "Das wird ein sehr schweres Spiel für uns. Denn der Gegner ist viel besser, als es der Tabellenstand aussagt", meint Raschid.

Bange machen gilt für den PSV-Coach aber nicht. "Denn wir haben eine starke Mannschaft, die gerade auswärts beachtliche Ergebnisse erzielt hat und auch diese Aufgabe lösen kann", sagt er. Er verlangt von seinem Team eine Steigerung in der Abwehr, nachdem sich der PSV zuletzt beim 2:3 beim FC Bocholt durch Patzer in der Defensive selbst um den Lohn für eine gute Leistung gebracht hat. Raschid: "Wir müssen besser aufpassen und die kleinen Fehler, die wir immer noch machen, abstellen." Der Neuling kann morgen wieder auf Daniel Hinnemann und Michael Pasinski setzen, die Verletzungen auskuriert haben.

(RP)