Tennis: Der letzte Schritt zur Zweiten Liga

Tennis : Der letzte Schritt zur Zweiten Liga

Die Herren 30 des TC Blau-Weiß Flüren gehen morgen als leichter Favorit in ihr Aufstiegs-Endspiel gegen den TC Ahrensburg. Dennoch sind sich die Verantwortlichen einig, dass es eine Frage der Nerven wird. "Unser Trumpf könnte der Heimvorteil sein", glaubt Sportwart Wolfgang Behr.

Es ist angerichtet. Die Herren 30 des TC Blau-Weiß Flüren kämpfen morgen ab 13 Uhr um den Aufstieg in die Zweite Bundesliga und die Erfüllung eines Traums. Dafür hat der Verein im Vorfeld sämtliche Kräfte mobilisiert. Jetzt liegt es an der Mannschaft, den fünften Aufstieg hintereinander im Relegationsspiel gegen den TC Ahrensburg perfekt zu machen. "Mehr Werbung, wie wir in den vergangenen Tagen für diese Partie gemacht haben, kann man nicht mehr machen. Jetzt hoffen wir nur noch auf gutes Wetter und eine dementsprechend angemessene Kulisse", sagt Flürens Sportwart Wolfgang Behr. Denn die Zuschauer spielen in den Planungen des Gastgebers eine entscheidende Rolle.

Bereits im wichtigen Meisterschaftsspiel in der Regionalliga gegen den TC Ratingen war das Flürener Publikum mitverantwortlich für den Erfolg. "Die Leute haben uns in den abschließenden Doppeln regelrecht nach vorne gepeitscht. Der Heimvorteil könnte auch diesmal unser größter Trumpf sein", vermutet Teammanager Michael Lütkenhorst, der in den vergangenen Tagen via Internet versucht hat, Informationen über den Gegner zusammenzutragen.

Informationen aus dem Internet

"Ich habe mir die Ergebnisse der jüngeren Vergangenheit angeschaut. Der TC Ahrensburg spielt sehr konstant, hat einige Spieler dabei, die in zwei Jahren nur ein Match verloren haben. An Position eins hat das Team darüber hinaus einen ehemaligen dänischen Davis-Cup-Spieler gemeldet", sagt Lütkenhorst über den Meister der Regionalliga Nordost. Vergleicht man die Ranglistenpositionen sämtlicher Akteure, geht der TC Blau-Weiß trotzdem als leichter Favorit in die Begegnung. "Doch das bedeutet an so einem Tag gar nichts.Es wird ein Spiel der Nerven", befürchtet Wolfgang Behr, der gemeinsam mit mehreren Vereinskollegen im Vorfeld ein attraktives Rahmenprogramm auf die Beine gestellt hat.

Das Autohaus Lackas verlost einen Wochenendtrip, die Firma Isselhuker aus Marienthal wird die gesamte Anlage am Flürener Weg mit Blumen schmücken. Außerdem gibt es ein großes Kuchenbüffet und es wird gegrillt. "Wir haben am Samstag zahlreiche Helfer aus den einzelnen Mannschaften an der Anlage. Vielmehr, als bei einem normalen Heimspiel", sagt Behr. So sind neben den ersten drei Herren-Teams des TC Blau-Weiß auch die Damen 30 und 40 im Einsatz.

Brasilianer nicht spielberechtigt

Der TC Flüren muss im Aufstiegs-Endspiel erneut auf seine brasilianischen Asse Andre Sá und Ricardo Mello, die schon die Partie gegen Ratingen absagen mussten, verzichten. Eine Regel besagt, dass in Relegationsspielen nur Spieler eingesetzt werden dürfen, die während der Saison mindestens zwei Matches bestritten haben. Dies trifft nicht auf die Brasilianer, wohl aber auf alle anderen Akteure zu. "Wir sind gut vorbereitet. Wie die genaue Aufstellung aussehen wird, entscheiden wir aber erst kurz vor dem Spiel", sagt Michael Lütkenhorst.

(RP/ac)
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