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Lokalsport: Der Lauf mit der besonderen Atmosphäre

Lokalsport : Der Lauf mit der besonderen Atmosphäre

Bei der zehnten Auflage des Moonlight-Laufes könnte es den nächsten Teilnehmerrekord geben. 521 Meldungen gibt es bereits für das Rennen über die beleuchtete Jogging-Strecke am Auesee, das am Freitag zum zehnten Mal stattfindet.

Neue Bestleistungen will hier niemand aufstellen. Das wäre schließlich auch nur schwer vorstellbar. Denn die Sieben-Kilometer-Distanz, die es beim Moonlight-Lauf zu bewältigen gilt, ist nun mal keine klassische Strecke wie die häufig angebotenen zehn oder fünf Kilometer. Das Erfolgsrezept der Veranstaltung am Auesee hat mit schnellen Zeiten überhaupt nichts zu tun. Die rücken bei allem sportlichen Ehrgeiz stets in den Hintergrund, wenn HADI Wesel einlädt. Nein, es ist die Atmosphäre, die das Läufervolk anlockt. Jahr für Jahr wollen mehr Leute dabei sein. Bei bislang 521 Meldungen winkt auch am Freitag um 21.15 Uhr bei der zehnten Auflage der Veranstaltung ein Teilnehmerrekord. Das bislang beste Ergebnis wurde 2016 mit 530 Startern aufgestellt.

Was für viele Veranstalter ein ausdrücklicher Grund zur Freude ist, ruft bei Organisator Dieter Kloß stets zwiespältige Gefühle hervor. "Wir sind da einfach nicht drauf aus. Für unsere Strecke und unsere Fläche haben wir das Limit eigentlich ausgereizt. Irgendwann kann man dann nicht mehr vernünftig laufen. Andererseits wollen wir natürlich auch niemanden nach Hause schicken", sagt der Vorsitzende von HADI Wesel.

Als das Rennen 2008 zum ersten Mal stattfand, um die Beleuchtung an der Joggingstrecke am See zu finanzieren, war der Wettbewerb zwar durchaus als dauerhafte Einrichtung geplant, um die laufenden Kosten für Strom und Versicherung decken zu können. Die Resonanz macht Kloß aber immer wieder regelrecht sprachlos. Nicht nur durch ihr stetes und zahlreiches Erscheinen drücken die Gäste dabei ihre Wertschätzung aus. Der Vorsitzende hat auch schon viele Lobeshymnen auf den etwas anderen Wettkampf gehört. "Die Leute lieben es einfach, an den brennenden Fackeln vorbei ins Ziel zu laufen. Und noch viel mehr gefällt ihnen wohl, dass man hinterher in unserem mit Lampions geschmückten Biergarten noch ganz gemütlich zusammensitzen kann. Bei vielen anderen Rennen ist man ja hinterher eher schnell wieder weg", sagt Kloß.

Mittlerweile gehört auch Live-Musik zum Angebot am Auesee. Beim kleinen Jubiläum will die Band issyfine mit ihrem Mix aus Soul, Calypso und Reggae im Ziel für karibisches Flair sorgen. Doch ob da auch das Wetter mitspielt, ist noch fraglich. "Falls es wirklich stark regnen sollte, wird es mit der Band schwierig", sagt Kloß, der natürlich auf trockene Bedingungen am Abend hofft: "Wenn wir vormittags aufbauen, kann es ruhig regnen. Das hatten wir schon mal. Abends konnten wir dann schön draußen sitzen."

Hartgesottene Läufer haben normalerweise überhaupt kein Problem damit, wenn es schüttet. Aber der Moonlight-Lauf lebt nun einmal vor allem von seiner Atmosphäre. Und die soll natürlich auch bei der zehnten Auflage wieder großartig werden.

(RP)