Der ewige Ahrens holt erneut den Titel

Tennis : Der ewige Ahrens holt erneut den Titel

Im Finale der offenen Klasse setzt sich Seriensieger Jörg Ahrens erneut durch und ist nach dem 6:2, 6:3 gegen Maik Breuer zum wiederholten Male Weseler Stadtmeister geworden. SuS Wesel-Nord ist mit sieben Titeln der stärkste Club.

Das hat es selbst in Wimbledon noch nicht gegeben: Bei den diesjährigen Weseler Stadtmeisterschaften im Tennis mussten die Finalteilnehmer gleich acht Tage warten, um endlich ihre Endspiele austragen zu können. Der Grund für diese Verzögerung war der Dauerregen am Sonntag vor einer Woche, also an jenem Tag, der eigentlich für die Entscheidungsspiele in 20 Klassen vorgesehen war. Zumindest die Regenpause übertraf damit jedes bislang dagewesene Grand-Slam-Turnier. „An jenem Sonntag war aber auch wirklich nicht an Tennis zu denken”, sagte Artur Wilczek, Sportwart des SuS Wesel-Nord und zugleich Turnierleiter der Stadtmeisterschaften.

Jetzt aber war alles bereitet auf der SuS-Anlage (Ausrichter war die RTG Wesel), um zwei Wochen nach den Doppel- und Mixed-Entscheidungen auch die Einzeltitel zu vergeben. Die Sonne schien, und nicht jedem kam die einwöchige Verschiebung ungelegen. So zum Beispiel dem alten und neuen Stadtmeister in der offenen Klasse der Männer: Jörg Ahrens, seit vielen Jahren der Seriensieger, gewann sein Finale gegen Maik Breuer vom TV Jahn Hiesfeld ohne große Mühe in zwei Sätzen mit 6:2 und 6:3.

„Am Wochenende zuvor war meine Form eher durchwachsen”, sagte der 47-Jährige nach dem neuerlichen Triumph. „Im Halbfinale vor acht Tagen musste ich sogar einen Matchball abwehren.” So aber nutzte er die Woche auf der Suche nach seiner Form, fand sie und gewann zum wiederholten Male, unterstützt von mehr als 200 Besuchern auf der Anlage seines Heimatclubs. Sein Aufschlag funktionierte, die Vorhand saß. „Und wenn diese beiden Schläge kommen”, so Ahrens, „habe ich große Chancen zu gewinnen, auch wenn mein Gegenüber, mit dem ich häufig gemeinsam trainiere, schneller auf den Beinen ist als ich.”

Nicht mehr nachzuhalten ist, wie oft Ahrens, der schon vor 32 Jahren, im Alter von 15 Jahren, zum ersten Mal an den Weseler Titelkämpfen teilnahm und nur zweimal verletzungsbedingt fehlte, gewinnen konnte. „Viele Unterlagen aus dieser Zeit existieren einfach nicht mehr”, sagte auch Wilczek, der dennoch grob überschlägt, dass Jörg Ahrens „zwischen 15 und 20 Titel” geholt haben müsste und sich erstaunt zeigt, dass sich der Seriensieger noch immer gegen die zum Teil deutlich jüngere Konkurrenz durchzusetzen vermag.

Ahrens selbst sagt, dass er Urkunden nie gesammelt und Pokale stets an die Jugend weitergegeben habe, er somit auch den Überblick verloren habe. Bleibt die Frage, ob er nun so gut, oder die Konkurrenz nicht gut genug ist. „Da gibt es schon einige im Weseler Stadtgebiet, die mir gefährlich werden können. Aber die spielen halt nicht mit”, sagt Ahrens.

So durfte sich der ewige Ahrens nach Ende der Finalspiele gemeinsam mit sechs weiteren Spielerinnen und Spielern des SuS über den Einzeltitel in der jeweiligen Leistungsklasse freuen. Die Nummer zwei hinter dem SuS Wesel-Nord war der TC Blau-Weiß Flüren, der immerhin sechs Titel für sich verbuchen konnte.

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