Lokalsport: Der Abstieg der HSG Wesel ist besiegelt

Lokalsport : Der Abstieg der HSG Wesel ist besiegelt

Für den Handball-Oberligisten gibt es nach der 26:37-Niederlage beim TV Angermund keine Hoffnung auf den Klassenerhalt mehr. Die Mannschaft ist in der Begegnung chancenlos, weil sie große Personalsorgen hat.

Für die HSG Wesel ist die Zeit in der Handball-Oberliga, in der sie zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte aufgelaufen ist, nach zwei Jahren vorbei. Am Samstagabend unterlag das Team von Trainer Sven Esser mit 26:37 (9:18) beim TV Angermund und besitzt damit auch keine theoretische Möglichkeit mehr, den Klassenverbleib zu schaffen. Esser selbst erlebte die Begegnung, die das Aus in der Liga besiegelte, aus familiären Gründen nicht von der Bank aus mit. Er wurde von Teammanager Christian Weber vertreten. "Die Mannschaft ist bereits vor dem Auftritt in Angermund nicht davon ausgegangen, dass der Abstieg in den noch ausstehenden zwei Begegnungen abzuwenden ist", sagte Weber. "Der Knackpunkt waren zuvor die Begegnungen gegen den TuS Lintorf und den SV Neukirchen." Die HSG hatte die Partien gegen die Kontrahenten im Abstiegskampf verloren und steht nach der Niederlage in Angermund jetzt sogar auf dem letzten Tabellenplatz.

Am Samstagabend machte den Weselern erhebliche Personalsorgen zu schaffen. Auf fünf Stammkräfte - darunter Fabian Gorris, der nur bei den Siebenmetern zum Einsatz kam - musste Christian Weber von Beginn an verzichten. Während der Partie verschärfte sich die Situation. Dominik Weber schied in der zehnten Minute mit einer Oberschenkelverletzung aus. Cedric Schnier konnte wegen eines ausgekugelten Fingers nicht durchspielen. Und Oliver Rühl sah wegen einer vermeintlichen Schiedsrichter-Beleidigung die Blaue Karte (30.) und ist damit für das letzte Saisonspiel daheim gegen den Tabellenführer und Meister MTV Rheinwacht Dinslaken (Sonntag, 18 Uhr, Halle Nord) gesperrt. "Oliver hat sich lediglich den Schweiß von der Stirn gewischt", sagte Weber. "Das haben die Unparteiischen als sogenannten Scheibenwischer interpretiert."

So kam es, dass die HSG Wesel von Beginn an einen aussichtslosen Kampf bestritt. Schon nach fünf Minuten lagen die Gäste mit 0:3 zurück, 300 Sekunden später stand es schon 2:8. Danach festigten sich die Weseler und kamen bis zur 14. Minute auf 5:8 heran. Der Gastgeber aber behielt die Spielkontrolle und erarbeitete sich bis zum Seitenwechsel einen 18:9-Vorsprung.

In der zweiten Halbzeit gelang es den Weselern immerhin, die Niederlage in einem halbwegs erträglichen Rahmen zu halten. Vor allem Niklas Weghaus, der mit acht Toren der beste Werfer seiner Mannschaft war, und Daniel Weber, der immerhin fünf Mal traf, sorgten für die wenigen positiven Momente. "Es war eine in allen Belangen verdiente Niederlage", sagte Teammanager Christian Weber nach der Begegnung und stellte mit Blick auf die kommende Saison fest. "In der Verbandsliga steht für uns jetzt ein Neuanfang ins Haus."

HSG Wesel: A. Schnier - Heffels (1), Borowski, Pannen (1), Müngersdorf (1), Gorris (4/4), Kalus, Da. Weber (5), Rühl, Do. Weber (2), C. Schnier, Schwarz (4), Weghaus (8),.

(RP)
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