Lokalsport: Das Ziel der Rebels ist der Klassenerhalt

Lokalsport : Das Ziel der Rebels ist der Klassenerhalt

Das Aushängeschild des TC Grün-Weiß Schermbeck geht mit einer stark verjüngten Formation in die Bundesliga-Saison im Jazz and Modern Dance. Das Auftakt-Turnier findet am Samstag, 11. März, in der Sporthalle Erler Straße statt.

Je näher der 11. März rückt, desto größer wird die Spannung beim TC Grün-Weiß Schermbeck. An diesem Samstag wird sich in der heimischen Halle an der Erler Straße ab 17 Uhr zeigen, ob die Formation Dancing Rebels in der Ersten Bundesliga im Jazz und Modern Dance erneut bestehen kann. "Wir wissen überhaupt noch nicht, wo wir stehen", sagt Trainerin Miriam Fritsch.

Das Team, das in der vergangenen Saison Platz fünf belegte, hat einen großen Umbruch hinter sich - und noch sind viele Fragen offen. "Es fehlt natürlich noch die Erfahrung. Im Wettkampf muss das Gefühl bei allen vorhanden sein, die Tanzfläche komplett zu rocken. Ob das der Fall sein wird, muss sich zeigen", sagt Eva-Maria Zimprich, Vorsitzende des Tanz-Clubs. Sie backt deshalb ganz kleine Brötchen. "Der Klassenerhalt wäre sehr schön. Wir werden sehen, wie die Formation vor Publikum und unter Wettkampfbedingungen tanzt." Auch Trainerin Miriam Fritsch weiß, dass die jungen Sportlerinnen vor einer großen Herausforderung stehen: "Unser Ziel ist natürlich der Klassenerhalt. Sollten wir das schaffen, wäre das eine sehr gute Leistung."

Die erfahrenen Tänzerinnen Maren Hegerring, Julia Tenhagen, Franziska Alda und Amelie Becker haben die Formation aus beruflichen Gründen verlassen. Neu dabei sind Franziska Gutknecht, Antonia Hüsken, Laura Rademacher und Nele Saathoff. Sie werden mit Linda Deppe, Anna Dmitrieva, Lisa Hatkemper, Mascha Hatkevich, Valeria Hatkevich, Hanna Kamp, Luzie Liesenklas und Carolin Potthast die "schwere Aufgabe Klassenerhalt" angehen. "Alle Tänzerinnen sind zwischen 15 und 20 Jahre alt", sagt Trainerin Miriam Fritsch. Die Dancing Rebels gehen also deutlich verjüngt an den Start.

An der Choreographie wird das Ziel Nichtabstieg wohl nicht scheitern. Sebastian Spahn hat mit "Stabat Mater" ein anspruchsvolles Werk geschaffen, mit dem man in der Bundesliga mithalten kann. Ab dem 11. März kommt es auf die Umsetzung an. Doch Eva-Maria Zimprich will den Druck von den jungen Sportlerinnen nehmen: "Die Tänzerinnen sollen zeigen, was sie können. Mehr als trainieren und alles geben, kann man nicht."

Am Samstag, 11. März, werden beim Auftaktturnier in Schermbeck die besten Teams aus Deutschland zu Gast sein. Dann müssen sich die Dancing Rebels mit Gegnern aus Saarlouis, Wilsdruff, Wuppertal, Ludwigsburg, Königsbrunn, Großostheim, Hamburg und Goslar messen. Karten gibt es bereits im Vorverkauf (www.tcgw.org.de). "Wir freuen uns auf guten Sport und viele Zuschauer, die zusätzlich ein interessantes Rahmenprogramm erwartet", sagt Eva-Maria Zimprich. Trainerin Miriam Fritsch will derweil die gut zwei Wochen bis zum Start nutzen: "Wir arbeiten noch intensiv an den Hebefiguren."

Auswirkungen hat der Umbruch natürlich auf die Jugend-Teams, die Personal abgegeben haben. Neu aufgestellt ist die Formation Amianto in der Jugendverbandsliga bereits in die Saison gestartet. Beim ersten Turnier in Hamm belegten die Schermbeckerinnen Platz sieben. "Ziel ist auch hier klar der Klassenerhalt", sagt Eva-Maria Zimprich.

Auch in der Kinderliga hat es Veränderungen gegeben. Die neu aufgestellte Formation Calidez des TC Schermbeck belegte beim Auftakt-Turnier in Dorsten den siebten Platz. Ein Abstieg ist in der Altersklasse nicht möglich. Viele Nachwuchstanzerinnen sollen hier an die älteren Teams herangeführt werden. Und das ist besonders wichtig für den TC Grün-Weiß. "Schermbeck ist nun mal keine Hochschulstadt", sagt Zimprich. "Ab einem bestimmten Alter studieren viele unserer Tänzerinnen auswärts und sind einfach weg."

(RP)
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