Badminton: Das Prinzip Hoffnung bleibt

Badminton : Das Prinzip Hoffnung bleibt

Wesel schafft in der Zweiten Badminton-Bundesliga wie erwartet aus eigener Kraft den Klassenerhalt nicht. Jetzt muss er darauf setzen, dass Meister TV Refrath der Sprung in Liga eins gelingt. Entscheidung fällt Ende März.

Die Saison geht für den BV Wesel Rot-Weiß in eine Verlängerung, in der das Team nichts anderes tun kann, als die Daumen zu drücken. Denn aus eigener Kraft schaffte die Mannschaft den Klassenerhalt in der Zweiten Badminton-Bundesliga am letzten Doppel-Spieltag wie erwartet nicht. Nach dem 5:3-Sieg gegen den BV Mülheim am Samstag und der gestrigen 3:5-Niederlage gegen den TV Refrath beendete sie die Spielzeit als Vorletzter, da der BVH Dorsten (4:4 gegen Refrath und Mülheim) ebenfalls zwei Punkte holte.

Somit bleibt für die Rot-Weißen nur das Prinzip Hoffnung. Das Hintertürchen: Sie dürfen weiter in der Klasse aufschlagen, wenn Meister TV Refrath in der Relegation gegen die SG Anspach, die gestern den Titel in der Süd-Gruppe der Zweiten Liga holte, den Sprung in die Erste Bundesliga schafft. Ansonsten geht's für den BV Wesel nach nur einem Jahr wieder runter in die Regionalliga. Die Entscheidung fällt am 20. und 22. März.

Andreas Ruth ist zuversichtlich

"Wir hatten nichts anders erwartet. Jetzt können wir nur noch auf den TV Refrath hoffen", meinte Andreas Ruth, der als stellvertretender Vorsitzender beim BV für den Bereich Leistungssport zuständig ist, gestern Abend. Er ist zuversichtlich, dass die Rot-Weißen die Hilfe erhalten, die sie jetzt unbedingt benötigen, um zweitklassig zu bleiben. "Der TV Refrath ist für mich in den Aufstiegsspielen leicht favorisiert. Und die Verantwortlichen haben mir nach dem Spiel gegen uns auch versichert, dass sie alles versuchen wollen, um den Aufstieg zu schaffen", sagte Ruth.

Eine Hängepartie, die sich der BV hätte ersparen können. Die Mannschaft wurde erst in der Rückrunde dem Anspruch gerecht, mit dem sie in die Saison gegangen war. Ein Platz in der oberen Tabellenhälfte hieß vor dem Start das Ziel des Neulings. Doch das Team sammelte in der Hinserie lediglich drei Punkte. Immerhin sieben Zähler gab's in der zweiten Saisonhälfte für den BV – alleine sechs in den letzten vier Spielen. Doch die Aufholjagd kam zu spät. "Wir haben es selbst verspielt, uns aus eigener Kraft zu retten. Die Mannschaft hat in der Hinrunde in einigen Partien ihr Potenzial nicht abgerufen", sagte Andreas Ruth.

Erstes Herren-Doppel überragte

Am Samstag gelang es ihr beim Erfolg gegen den BV Mülheim. Das überragende erste Herren-Doppel mit Rune Massing und Wojciech Szkudlarczyk (21:16, 21:8), Stephan Löll/Frank Heuwing (21:15, 21:17), Rune Massing (21:17, 21:13), Wojciech Szkudlarczyk/Ilse Vaessen (21:13, 21:13) und Stephan Löll (21:15, 19:21, 21:19) holten die Punkte. Die Partie gegen Refrath war gestern schnell entschieden, da der BV zum Auftakt alle drei Doppel verlor. "Da war die Niederlage eigentlich schon perfekt", meinte Ruth. Diane Lakermann (21:16, 19:21, 21:19), Wojciech Szkudlarczyk/Ilse Vaessen (21:23, 21:14, 22:20) und Stephan Löll (11:21, 21:15, 21:19) waren gegen den Meister erfolgreich.

(RP)
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