BW Dingden tritt in völlig neuer Rolle an

Volleyball : BW Dingden tritt in ungewohnter Rolle an

Der Zweitligist ist am Samstag Gastgeber für das VT Hamburg. Erstmals seit dem Aufstieg in der Saison 2015/16 schlägt die Mannschaft als Tabellenletzter auf. Doch Trainer Olaf Betting glaubt an die Willensstärke seiner Spielerinnen.

Die vierte Saison in der 2. Volleyball-Bundesliga bietet zwei Premieren, auf die Trainer Olaf Betting sicherlich gerne verzichtet hätte. Erstmals starteten die Damen mit zwei Niederlagen in die Spielzeit und finden sich ohne jeden Satzgewinn am Tabellenende wieder. „Als Schlusslicht in eine Partie zu gehen, das ist neu. Aber das macht uns keine Angst“, versichert der 53-Jährige. Zum zweiten Mal in Folge genießt die Mannschaft am morgigen Samstag Heimrecht, um 19.30 Uhr gastiert das Volleyball-Team (VT) Hamburg in der Sporthalle am Mumbecker Bach.

Der Coach setzt weiterhin Prioritäten, die in der Tabelle nicht direkt abzulesen sind. „So lange wir Leistungssteigerungen sehen, ist alles okay“, sagt Betting, der zusammen mit Michael Kindermann den Zweitligisten betreut. Beispielsweise habe er mit einer dermaßen ordentlichen Vorstellung wie vergangenen Samstag gegen Leverkusen noch gar nicht gerechnet. „Das hat mich positiv überrascht.“ Zudem stelle er mit jeder Trainingswoche fest, dass die Youngster „wahnsinnige Leistungssprünge machen“. Gemeint sind Louisa Baumeister, Lara Kruse und Karina Hegering, die drei 16-Jährigen spielten vorige Saison noch auf Verbandsliga-Niveau.

Allerdings ist sich Betting auch der Gefahr bewusst, die eine lange Durststrecke auslösen kann. „In den nächsten zwei Spielen sollten wir etwas holen, und wenn es nur ein Satzgewinn ist“, sagt er. Gegen Leverkusen standen die Dingdenerinnen in den ersten beiden Durchgängen (26:28, 25:27) dicht davor, konnten den Sack aber nicht zu machen. „Vielleicht wäre dies für uns mal so etwas wie ein Dosenöffner“, so Betting. Und sicherlich wichtig für das Selbstbewusstsein.

Dass BWD in eine Negativspirale gerät, das kann sich Betting nicht vorstellen. „Wir sind auch in den vergangenen Jahren mit Spielen zurückgekommen, in denen niemand mit einem Sieg gerechnet hat.“ Im Training herrscht auch noch eine gute Stimmung, eine Verkrampfung bei den Volleyballerinnen habe er ebenfalls nicht ausgemacht. Bei den Einheiten ging es weiterhin schwerpunktmäßig um die Aufschläge und das Zusammenspiel. „Wenn wir das hinbekommen, werden wir auf jeden Fall Zählbares holen“, sagt Betting. Der Gegner aus Hamburg hat in Emlichheim mit 0:3 verloren, anschließend aber den SV Bad Laer auch mit 3:0 bezwungen. „Hamburg dürfte ein unangenehmer Gegner mit vielen großen Spielerinnen sein“, so Betting. Allerdings ist die Mannschaft personell teilweise auch neu aufgestellt. Die Blau-Weißen erhoffen sich, mit etwas Zählbarem zum Dingdener Oktoberfest zu gehen. Seinen Spielerinnen wünscht dies der Trainer auch, der sich selbst als „positiv denkenden Menschen“ beschreibt: „Wir sind nur drei Punkte von Platz fünf entfernt.“

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