Lokalsport: BW Dingden freut sich auf Auftritt vor großer Kulisse

Lokalsport : BW Dingden freut sich auf Auftritt vor großer Kulisse

Volleyball-Zweitligist tritt bei Skurios Volleys Borken an. BWD-Trainer Pascall Reiß rechnet mit gut 1000 Zuschauern.

Beinahe ein Jahr liegt die höchst unglückliche Aktion mittlerweile zurück. Im Heimspiel gegen Skurios Volleys Borken verdrehte sich Andrea Harbring vom Volleyball-Zweitligisten BW Dingden das Knie und erlitt einen Kreuzbandriss, der für eine lange Zwangspause sorgte. Mittlerweile hat die 19-Jährige wieder Spielpraxis gesammelt. Jetzt steht am Samstag, 19.30 Uhr, in Borken erneut das Nachbarschaftsduell an.

Pascall Reiß hatte sich eigentlich vorgenommen, Andrea Harbring nach ihrer Verletzung behutsamer aufzubauen und ihr in den ersten Saisonspielen nicht so viel Einsatzzeit einzuräumen. Doch gegen VC Allbau Essen musste Vera Koopmann mit einer Schulterblessur kürzertreten. Und gegen den VfL Oythe fehlte Lena Priebs. So spielte sich Andrea Harbring ein. "Im Unterbewusstsein ist sie aufgrund ihrer Verletzung sicherlich noch nicht bei hundert Prozent. Aber sie macht ihre Sache sehr, sehr gut. Es kann sein, dass wir mit ihr gegen Borken starten", sagt der Trainer.

BW Dingden, das auf Rang sechs steht, freut sich auf den Auftritt beim Tabellensiebten. "In Borken zu spielen, ist ein Höhepunkt der Saison", sagt Reiß. Wenn es für den Gastgeber gegen BWD geht, dann wird auch schon mal die Marke von 1000 Zuschauern geknackt. "Für alle Mannschaften in der Liga bedeutet die Partie in Borken immer die größte Kulisse", sagt Reiß.

Für den 29-Jährigen und sein Team sollen die Zuschauer ein Ansporn sein. "Wir wollen uns nicht verstecken und etwas Zählbares mitnehmen." Dabei hat den Blau-Weißen der souveräne 3:0-Heimsieg gegen den VfL Oythe Selbstvertrauen gegeben. Zumal mit diesen Punkten nicht unbedingt zu rechnen gewesen war. In Borken trifft BWD auf ein Team, das sich im Vergleich zur vergangenen Saison verstärkt hat. "Individuell ist die Mannschaft besser besetzt, das wollen wir durch unseren Teamgeist kompensieren", so Reiß.

Für den Übungsleiter kommt der bisherige Verlauf der Saison recht überraschend. "Die Leistungsdichte ist sehr groß geworden, das ist schon ungewöhnlich", sagt Reiß. Es gibt nicht eine Mannschaft, die noch ungeschlagen ist. Nur zwei der 13 Teams weisen erst eine Niederlage auf, die restlichen Mannschaften mussten sich schon mindestens zweimal geschlagen geben. Lediglich das Schlusslicht VCO Schwerin ist noch ohne Sieg. Als Team eines Leistungsstützpunktes kann VCO aber nicht absteigen.

(R.P.)