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Handball: BW Dingden bleibt vom Pech verfolgt

Handball : BW Dingden bleibt vom Pech verfolgt

Frauen-Handball: Grunden verletzt sich beim 13:28. HSG Wesel gewinnt 30:24.

Die Verletzungsmisere bei BW Dingden hält an. "Es ist frustrierend. So etwas habe ich noch nie erlebt. In dieser Form macht Handball keinen Spaß", sagte Ralf Sobotta. Der Trainer der Dingdener Landesliga-Frauen musste am Samstagabend bei der 13:28 (7:12)-Niederlage beim TuS Lintfort II ab der 20. Minute auf Beate Grunden verzichten, die umknickte und sich eine Bänderverletzung zuzog. Zu allem Überfluss kassierte Karin Schüllingkamp noch die Rote Karte wegen einer, so Sobotta, "verbalen Entgleisung" und ist nun ein Spiel gesperrt.

Zu Beginn der Partie hatte sich diese hohe Niederlage überhaupt nicht abgezeichnet. "Wir waren gut vorbereitet und sind auch stark gestartet", sagte Sobotta. Nach 20 Minuten lagen die Blau-Weißen mit dem Gastgeber auf Augenhöhe (6:6). Mit Grundens Ausscheiden nahm das Unheil dann seinen Lauf. "Wir haben ab diesem Moment völlig den Faden und die Linie verloren", so der BWD-Coach. Bis zur Roten Karte für Schüllingkamp (47.) lag BWD schon mit 12:19 zurück (47.). "Danach haben wir uns zum Ende der Begegnung gehen lassen. Das war nicht in Ordnung. Jetzt muss ich das Team im Training neu aufbauen", sagte Ralf Sobotta.

BW Dingden: Kamps, Klein-Hitpaß - Grunden, Loskamp (1/1), Schüllingkamp, Tenhagen, M. Hartmann (2), Tewinkel, Tielkes (2), H. Hartmann, Terwege (4), Geuting (4).

Karsten Jasinski hatte sich im Vorfeld der Partie einiges einfallen lassen, da sein Pendant beim TV Jahn Hiesfeld das Weseler Team fast jede Woche unter die Lupe genommen hatte. Doch mit der wirklichen Überraschung wartete gestern Abend nicht der Trainer der Landesliga-Handballerinnen der HSG Wesel, sondern Jahn-Coach Jürgen Voss auf. Er stellte in Durchgang eins sehr zur Freude der HSG keine Sonderbewachung für Helen Betcke ab. Betcke konnte fast nach Belieben schalten und walten. Sie besaß mit ihren aus dem Spiel heraus erzielten elf Treffern maßgeblichen Anteil am 30:24 (17:15)-Heimsieg Nach der Pause stellten die Gäste allerdings um. Betcke wurde nun enger bewacht. "Da haben dann unsere Spielkonzepte, die wir uns vorgenommen hatten, auch funktioniert. Ich bin richtig stolz auf die Mannschaft. Heute hat alles gepasst. ", sagte Jasinski. Der Gast kam zu keiner Phase mehr gefährlich aufkommen.

HSG Wesel: Terfurth, Laukner - Betcke (11), Korczak (7), Lievers, Hasenkamp (2), Szkodny (1), Wittich, Klyk (5/2), Panek (4).

(R.P.)