BV Wesel mit Doppel-Aufgabe in 2. Badminton-Bundesliga

Badminton : Damen des BV Wesel stehen in der Pflicht

Der Tabellenzweite der 2. Bundesliga ist am Wochenende in Refrath und Peine zu Gast. Spitzenspieler Marjin Put wird allerdings nicht dabei sein. Daher sind Lena Fischer und Ella Diehl besonders gefordert.

Natürlich tat die knappe Niederlage gegen den Tabellenführer BC Hohenlimburg vor elf Tagen weh. „Wir haben den Klassenerhalt als unser Saisonziel längst erreicht“, sagt Thorsten Hukriede mit Blick auf die Tabelle. Das Tableau weist den BV Wesel immer noch als stolzen Zweiten in der 2. Badminton-Bundesliga aus. „Trotzdem wären wir keine echten Sportler, wenn wir uns nicht darüber ärgern würden, den Sprung an die Spitze knapp verpasst zu haben“, so der Teamsprecher.

Die 3:4-Niederlage gegen Hohenlimburg in der Rundsporthalle dürfte den aus Weseler Sicht unverhofften Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga vorentschieden haben. Die Rot-Weißen müssten in den verbleibenden fünf Punktspielen auf mindestens zwei Niederlagen des Tabellenführers hoffen und dann selbst alle Begegnungen gewinnen.Das ist möglich, aber auch schwierig.

Thorsten Hukriede muss wahrscheinlich auch im Einzel wieder antreten. Foto: Gerd Hermann. Foto: FFS FUNKE Foto Services/Gerd Hermann

Schon am kommenden Wochenende könnte die vage Rechnung scheitern. „Wir sind nur auf dem Papier favorisiert“, sagt Thorsten Hukriede mit Blick auf die Gastspiele am Samstag um 14 Uhr beim Tabellenfünften TV Refrath II sowie am Sonntag, 14 Uhr, beim Schlusslicht SG VfB/SC Peine.

Mit Marjin Put müssen die Weseler auf ihren Spitzenspieler verzichten. Der 25-jährige Belgier, der bisher alle zwölf Einzelspiele sowie fünf seiner elf Doppel gewonnen hat, ist als Jugend-Nationaltrainer für sein Heimatland bei einem wichtigen Turnier im Einsatz. „Sein Ausfall schmerzt uns sehr, zumal ein möglicher Ersatz wie Tobias Göbeler derzeit noch grippegeschwächt ist. Vermutlich muss ich neben Tim Vaessen noch einmal im Einzel antreten“, sagt Hukriede.

Recht ist das dem 37-jährigen Badminton-Veteranen nicht. „Ich trainiere die Einzel nicht mehr so wie früher. In der Regionalliga in der vergangenen Saison waren Einsätze ja noch machbar, in der Zweiten Liga ist das Niveau natürlich klar höher“, sagt Hukriede.

Den bisher einzigen Einzeleinsatz in dieser Saison im vergangenen September bestritt der Weseler Kapitän siegreich – mit einem Dreisatzerfolg über den Berliner Francis Karge.

In Refrath und in Peine wird es ohne Spitzenspieler Marjin Put natürlich vor allem auf die Weseler Damen ankommen. Die Russin Ella Diehl bringt es in Einzel und Doppel auf stolze 20 Siege in 26 Partien. U-19-Spielerin Lena Fischer behauptete sich 13 Mal bei 22 Einsätzen.

Gerade bei der Zweitvertretung in Refrath am Samstag kommt es darauf an, wen der Gastgeber aufstellen wird. Ex-Bundesligaspieler Max Schwenger oder der 33-jährige Routinier Denis Nyenhuis, der früher für den BV Wesel aufgeschlagen hat, könnten den Weselern das Leben am Netz überaus schwer machen. Wenn die beiden Begegnungen am Wochenende absolviert sind, steht für den BV Wesel nur noch ein Heimspiel in dieser Saison an. Am Sonntag, 17. März, um 14 Uhr kommt die Zweitvertretung des mehrmaligen Meisters 1. BC Beuel II in die Rundsporthalle. Den Abschluss der Spielzeit bilden die beiden Auswärtspartien beim TSV Trittau II (23. März) und bei der SG EBT Berlin (24. März).

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