Rp-Thema Fest Des Weseler Sports: Borgmann, Heweling und der TC Flüren

Rp-Thema Fest Des Weseler Sports : Borgmann, Heweling und der TC Flüren

Springreiterin Vanessa Borgmann ist Sportlerin des Jahres. Sprinter Thomas Heweling wird Sportler des Jahres. Die Damen-Mannschaft des Tennis-Clubs Blau-Weiß Flüren gewinnt die Wahl zur Mannschaft des Jahres.

Wesel Jedes Jahr machen in Wesel Sportler auf sich aufmerksam und werden für ihre außergewöhnlichen Leistungen dann beim Fest des Sports, das der Stadtsportverband organisiert, ausgezeichnet. Bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres gibt es dabei schon einige Zeit eine Konstante. Profi-Triathletin Mareen Hufe stand am Samstag bereits zum zehnten Mal in Folge in der Niederrheinhalle bei der Ehrung auf der Bühne. Bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres landete sie diesmal auf Platz drei. Es soll nicht das letzte Mal gewesen sein, dass sie dabei war. "Ich versuche, immer noch einen draufzusetzen", sagte Hufe, die auch bei der Wahl zu Deutschlands Triathletin des Jahres auf Platz drei gelandet war.

Mareen Hufes Ehrgeiz war nie größer. Bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii, die für sie stets der Höhepunkt der Saison ist, erreichte sie im vergangenen Jahr den elften Rang. Erst kurz vor dem Ziel hatte sie den zehnten Platz an eine Konkurrentin verloren. Am Ende war sie trotzdem die beste deutsche Teilnehmerin. Damit will sich Hufe aber noch nicht zufriedengeben. "Das große Ziel ist eine Top-Ten-Platzierung auf Hawaii", sagte sie. Gestern flog sie erst einmal ins Trainingslager nach Fuerteventura. Damit sie ihr großes Ziel erreicht, holt sich Mareen Hufe Unterstützung bei einem Laufspezialisten. So hat sie es im vergangenen Jahr auch beim Schwimmen gemacht. "Dadurch habe ich ganze sechs Minuten herausgeholt", sagte Hufe. Vielleicht liegt sie dann im nächsten Jahr bei der Sportlerinnen-Wahl wieder einmal ganz vorne, was ihr schon dreimal gelungen ist.

Als Sportlerin des Jahres wurde Vanessa Borgmann ausgezeichnet. Die Springreiterin des RV Jagdfalke Brünen gewann die Wahl nach 2012 zum zweiten Mal. Sie ließ Leichtathletin und Vorjahres-Siegerin Frederike Koleiski hinter sich. Hinter Vanessa Borgmann liegt ein überaus erfolgreiches Jahr. National und international schafften sie beachtliche Platzierungen. Ihr größter Erfolg war mit ihrem Spitzenpferd Caspar der dritte Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Springreiterinnen. Beim CHIO Aachen erreichte Vanessa Borgmann im S**-Springen in ihrer Altersklasse den zweiten Platz. In Mannheim langte es zu Rang eins. Beim Großen Preis in Göteborg sprang Platz vier heraus. "Hinter diesem Sport steckt viel Arbeit. Den Aufwand, den man für die Pferde betreibt, zahlen sie dann aber mit guten Leistungen zurück", sagte Borgmann.

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Die Zweitplatzierte Frederike Koleiski schwärmte, als sie von ihrem Erfolg bei der Para-Weltmeisterschaft in der Leichtathletik erzählte. In London hatte die 30-Jährige die Goldmedaille im Kugelstoßen gewonnen. "Ich habe schon als Kind davon geträumt, auf dem Siegerpodest zu stehen und die Nationalhymne zu hören. Ich hatte eine Gänsehaut", sagte sie. Im Diskuswerfen wurde sie Vierte. In dieser Disziplin will sie bei den Paralympics in Tokio 2020 an den Start gehen und eine Medaille gewinnen. Momentan macht ihre Halswirbelsäule etwas Probleme. "Aber das kriege ich bis dahin hoffentlich in den Griff", sagte Koleiski.

Ausgezeichnet: die Gewinner bei der Weseler Sportlerwahl. Foto: Gerd Hermann

Sportler des Jahres wurde Leichtathlet Simon Heweling. Er ließ Badminton-Talent Aaron Sonnenschein und Minigolfer Christian Zielaff hinter sich. Bei den Deutschen Meisterschaften holte Heweling Bronze über 200 Meter. Außerdem wurde er NRW-Meister über 100 und 200 Meter. Seine Bestzeit über die 100 Meter-Distanz steigerte er auf 10,67 Sekunden. "Mein Leben besteht aus Sport", sagte er. Der Zweitplatzierte Aaron Sonnenschein ist eines der aufstrebenden Talente des BV Wesel Rot-Weiß. Er gewann 2017 bei der Deutschen Jugend-Meisterschaft zwei Gold- und eine Silbermedaille. Der Dritte Christian Zielaff wurde Vize-Weltmeister bei den World Adventure Golf Masters in Kroatien.

Die Damen des Tennis-Clubs Blau-Weiß Flüren schafften auf dem Feld und in der Halle den Aufstieg in die Erste Verbandsliga. Für diese Leistung wurden sie zur Mannschaft des Jahres ernannt. Platz zwei belegte die Quadrille des RV Sankt Hubertus Obrighoven. 2017 hatten sich die Reiterinnen bereits zum 18. Mal den Titel beim Deutschen Quadrillenchampionat gesichert. "Wenn alles gut klappt, sind wir top", sagte Reitlehrerin Helmi Abeck. Sehr gut lief es auch für die Tischtennis-Herren von GW Flüren, denen überraschend der Durchmarsch in die Verbandsliga gelang. Das wurde mit Platz drei bei der Wahl honoriert. "Im Team stehen nur Flürener Jungs. Darauf sind wir stolz", sagte Wolfgang Gerth, Spitzenspieler der Mannschaft.

Der Jugendförderpreis ging an den Badminton-Verein Wesel Rot-Weiß. Platz zwei belegte die Breitensport-Abteilung des SV Büderich vor der Turn-Abteilung des Weseler TV.

(RP)
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