Lokalsport: Borgmann freut sich auf das CHIO Aachen

Lokalsport : Borgmann freut sich auf das CHIO Aachen

Die Weselerin, die bei der Deutschen Meisterschaft der Springreiterinnen die Bronzemedaille gewann, ist zum zweiten Mal beim Weltfest des Pferdesports in der Soers dabei. Sie hat sich für das Finale des U 25-Springpokals qualifiziert.

Die letzten Vorbereitungen laufen, die Vorfreude ist groß. Auch wenn ein Start beim CHIO in Aachen für Vanessa Borgmann keine Premiere darstellt, fiebert die in Wesel lebende Springreiterin des RV Jagdfalke Brünen ihrem zweiten Auftritt beim Weltfest des Pferdesports entgegen. Heute Mittag startet sie mit ihrem Erfolgspferd Caspar in Richtung Aachener Soers.

Vor zwei Jahren war Vanessa Borgmann mit Come to win bereits in Aachen dabei. Und dies fehlerfrei. Diesmal geht es für sie um den U 25-Springpokal, für das Finale der besten 20 hat sich die 24-jährige Weselerin qualifiziert. Das S**-Springen am Donnerstag bezeichnet sie als "Warm-up", im Finale am Samstag ab 13.45 Uhr wartet eine Drei-Sterne-Prüfung. "Ich bin ziemlich entspannt, habe aber ein gutes Gefühl", sagt Borgmann. Schließlich präsentierte sich der elfjährige Schimmel-Wallwach Caspar zuletzt in bestehender Form, die Amazone stand ihm nicht nach.

Was sie in Aachen erwartet, das weiß Vanessa Borgmann von ihrem Debüt vor zwei Jahren. "Auf jeden Fall Gänsehaut-Atmosphäre", sagt die Weselerin. Allein schon der Weg vom Abreitplatz zum Stadion sei beeindruckend. "Da wird bereits applaudiert." In der rund 40 .000 Zuschauer fassenden Arena wird es dann noch lauter. "Der Zuschauer-Zuspruch ist der helle Wahnsinn. Es ist etwas ganz Besonderes, dort reiten zu dürfen", sagt Vanessa Borgmann.

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Dabei ist der Start beim Weltfest des Pferdesports alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Sich einfach in Aachen anzumelden, das funktioniert nicht. Das letzte Wort hat grundsätzlich der Bundestrainer. Der hatte ihr auch empfohlen, die Deutsche Meisterschaft in Balve statt ein weiteres Qualifikationsspringen für das Finale des U 25-Springpokals in Angriff zu nehmen. Heiner Engemann versicherte ihr, für Aachen sowieso gesetzt zu sein. Mit der Bronzemedaille bei den nationalen Titelkämpfen der Frauen zahlte sich das Vertrauen des Bundestrainers in die Fähigkeiten Borgmanns aus.

Internationale Prüfungen stehen für die Weselerin in Aachen diesmal nicht an. "Wenn man den U 25-Wettbewerb reitet, geht das nicht", sagt sie. Damit bleibt ihr bei nur zwei Starts auch Zeit, die besondere Atmosphäre aufzusaugen. "Das ist so ein bisschen wie Urlaub. Am Donnerstag kann ich dann den Nationenpreis von der Teilnehmer-Tribüne aus verfolgen." Auf einen Start beim Großen Preis, dem Abschlussspringen am Sonntag angesprochen, reagiert die 24-Jährige eher gelassen. "Das ist natürlich irgendwo ein Traum. Ich werde das auf mich zukommen lassen. Da bin ich ganz entspannt."

(RP)
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