Fußball: Bittere Pleite im Abstiegskampf

Fußball : Bittere Pleite im Abstiegskampf

Schermbeck verliert die Heimpartie gegen den Tabellenletzten FC Gütersloh mit 1:3. Ausgerechnet der ehemalige SVS-Kicker Yakup Köse bringt den Gast in dem Schlüsselspiel mit seinem Führungstor auf die Siegerstraße. Trainer Martin Stroetzel: "Das Ergebnis ist eine Enttäuschung."

Dem SV Schermbeck gelang der erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Fußball-NRW-Liga im ersten Spiel des Jahres nicht. Die Mannschaft, die in den letzten Spielzeiten in schöner Regelmäßigkeit nach der Winterpause einen blitzsauberen Start hingelegt hatte, kassierte gestern eine bitterböse Pleite. Der SVS verlor vor 300 Zuschauern das wichtige Heimspiel gegen den Tabellenletzten FC Gütersloh mit 1:3 (0:1). Damit hat der Gastgeber weiter nur einen Punkt Vorsprung vor den drei Plätzen, die auf jeden Fall in die tiefere Klasse führen. Eventuell müssen sogar sechs Mannschaften raus aus der Liga, was davon abhängt, wie viele West-Vereine aus der Regionalliga absteigen. Noch liegt der SVS auf dem 13. Rang, der auf jeden Fall die Rettung bedeutet. Doch die Luft ist seit gestern wieder etwas dünner geworden für das Ensemble von Trainer Martin Stroetzel.

Ersoy vergab Chance zur Führung

Dem Schermbecker Coach war dies natürlich bewusst. Vielleicht hatte Stroetzel, ansonsten ein Mann der klaren Worte, gerade deshalb Kreide gefressen bei der Betrachtung der 90 Minuten. "Das Ergebnis ist eine Enttäuschung. Doch die Mannschaft hat alles versucht und gekämpft", kommentierte er die Partie, in der sein Personal lediglich in der Anfangsphase überzeugt hatte. Da setzte der SVS den Gegner noch unter Druck und hatte auch Chancen zur Führung. Die beste vergab Seyit Ersoy (23.)

Ausgerechnet ein Kicker, der in der vergangenen Saison noch in Schermbeck spielte, sorgte in dem Schlüsselspiel dann für den Anfang vom Ende für den Gastgeber. Yakup Köse erzielte in der 25. Minute mit einem nicht unhaltbar erscheinenden Schuss das zu diesem Zeitpunkt überraschende 1:0 für das Schlusslicht, das seit gestern neue Hoffnung im Kampf gegen den Abstieg schöpfen kann.

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Viele Stockfehler

Ein Treffer, der spürbar Wirkung zeigte beim SV Schermbeck. Die Mannschaft wirkte anschließend verunsichert, leistete sich viele Stockfehler auf gar nicht einmal schlecht zu bespielendem Rasen und war deshalb in der Offensive ohne große Durchschlagskraft. Der FC Gütersloh war dagegen ein Vorbild an Effektivität. Seine zweite Chance nutzte der Gast in der 52. Minute zum 0:2, bei dem der junge SVS-Keeper Sören Stauder erneut nicht gut aussah.

Fortan versuchte das Stroetzel-Team fast ausschließlich mit hohen Flanken in den Strafraum sein Glück zu erzwingen. Doch spätestens nach dem 0:3 (66.) war die Begegnung gelaufen. Pierre Bendig verkürzte für den SV Schermbeck zwar noch einmal, der allerdings ohne große Leidenschaft und den letzten Einsatz versuchte, die Wende zu schaffen. Das war viel zu wenig, um im Abstiegskampf den Sieg zu landen, der so bitter nötig gewesen wäre.

SV Schermbeck: Stauder - Nawatzki, Hahn, Turhal, Talaga, Djuliman, Siebert, Kiral (66. Bendig), Milaszewski (79. Woberschal), Pfände, Ersoy.

(RP)
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