Bezirksligist Hamminkelner SV will bei Fortuna Bottrop punkten.

Fußball : Tyranns Ziel ist mindestens ein Punkt

Der Fußball-Bezirksligist kassierte in der Meisterschaft zuletzt vier Niederlagen in Serie. Auch die Vorbereitung in der Winterpause verlief alles andere als optimal. Dennoch glaubt der HSV-Coach bei Fortuna Bottrop an die Chance seines Teams.

Gleich in der ersten Partie nach der Winterpause steht für Fußball-Bezirksligist Hamminkelner SV ein wegweisendes Spiel auf dem Programm. Am Sonntag muss das Team von Trainer Michael Tyrann beim SV Fortuna Bottrop antreten, wo um 15 Uhr das Nachholspiel auf dem Programm steht. Die Bedeutung dieser Begegnung ist deshalb so groß, weil der HSV nach starkem Saisonbeginn aufgrund einer erheblichen Verletztenmisere mittlerweile im Abstiegskampf angekommen ist und der Gegner lediglich drei Zähler mehr auf dem Konto hat als der HSV, für den es in den vier letzten Ligaspielen vier Niederlagen gab.

Ein Sieg in Bottrop könnte also mit Blick auf die weiteren Aufgaben für deutlich mehr Ruhe sorgen. „Wenn wir nach Bottrop fahren, wollen wir natürlich auch irgendetwas mitnehmen. Am liebsten natürlich drei Punkte”, sagt der HSV-Coach. Allerdings hadert Tyrann wie viele andere seiner Kollegen mit der holprigen Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte. Sowohl einige Testspiele als auch die eine oder andere Trainingseinheit fielen den Witterungsverhältnissen zum Opfer. Zuletzt gab es am Donnerstagabend im abschließenden Test ein 0:9-Debakel gegen den Landesligisten PSV Wesel. Das soll im zweiten Spiel der Rückrunde natürlich deutlich besser aussehen.

Tyrann zumindest bleibt zuversichtlich. Er denkt an das Hinspiel, in dem seiner Mannschaft gegen die Fortuna ein souveräner 2:0-Sieg gelungen war. Da trat der HSV aber auch vor eigenem Publikum und in nahezu kompletter Besetzung an. Auf dem Kunstrasen in Bottrop wird es für den Hamminkelner SV sicher deutlich schwerer. Der Gastgeber verfügt über ein spielstarkes und technisch versiertes Fußball-Kollektiv, das vor allem in der Offensive über große Qualität verfügt. Zudem haben die Bottroper die zweimonatige Winterpause genutzt, um sich zu verstärken.

„Die haben jetzt mehr Potenzial als in der Hinrunde”, sagt Tyrann, der aber verhalten optimistisch bleibt: „Eigentlich liegt uns diese Mannschaft. Wir werden ganz sicher unsere Räume haben, die wir dann aber auch nutzen müssen.” Ein weiterer Aspekt, der den Coach zuversichtlich stimmt, ist die gegenüber dem vergangenen Herbst deutlich geschrumpfte Verletztenliste. Tyrann kann aktuell fast wieder aus dem Vollen schöpfen kann. In Felix Paus (Meniskusschaden) und Jonas Ihlbrock (Kniescheiben-OP) stehen lediglich zwei Akteure nicht zur Verfügung. Der Einsatz von Christoph Müller (Bänderdehnung) ist fraglich. Außerdem verstärkte sich der HSV mit dem bezirksligaerfahrenen Osama El-Toufaili (zuletzt Wesel Anadolu Spor). „Wenn wir unsere Hausaufgaben machen und die richtige Einstellung zeigen, sollten in Bottrop mindestens ein Punkt drin sein”, so Tyrann.

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