Bezirksligist BW Dingden schafft mühevollen 2:1-Sieg beim VfB Homberg II.

Fußball : Jetzt hofft BW Dingden auf den HSV

Nach dem mühevollen 2:1-Erfolg beim VfB Homberg II hat der Tabellenzweite der Bezirksliga vor dem letzten Spieltag immer noch die Chance auf den direkten Aufstieg. Doch dafür muss Hamborn 07 gegen den Hamminkelner SV patzen.

Der Showdown am kommenden Sonntag in der Fußball-Bezirksliga ist perfekt. Während BW Dingden sich am gestrigen Sonntag beim VfB Homberg II mühsam mit 2:1 (0:0) durchsetzte, hatte Hamborn 07 am Vortag ebenso mühevoll mit 5:4 beim SC 1920 Oberhausen die Oberhand behalten. Somit gibt es nun ein Fernduell um den direkten Aufstieg in die Landesliga. Die um zwölf Treffer in der Tordifferenz schlechteren Blau-Weißen empfangen dann die SV 08/29 Friedrichsfeld, Spitzenreiter Hamborn 07 tritt gegen den Hamminkelner SV an. „Wir hoffen natürlich auf Hamminkeln“, sagte Dingdens Trainer Dirk Juch.

Mit einem lang gezogenen „Ja“ und geballten Fäusten bejubelte der 53-jährige Coach den lange Zeit auf der Kippe gestandenen Sieg. Die Nerven spielten diesmal den Kickern des Tabellenzweiten einen Streich. Das räumte auch Dirk Juch ein. „Es hätte ja heute vorbei sein können. Das hat uns gelähmt.“ Wirklich Geschichte wäre die Bezirksliga-Saison allerdings auch bei einer Niederlage nicht gewesen. Denn der Zweite geht noch in die Relegation. Am 9. und 12 Juni stehen für BWD oder Hamborn die Partien gegen TuB Bocholt und VfB Hilden II oder TSV Eller an.

Doch die Dingdener würden sich natürlich wünschen, wenn sie um eine Verlängerung der Saison herumkommen könnten. Allerdings sah speziell der Auftritt in der ersten Halbzeit eher danach aus, als hätten sie sich bereits gestern mit Tabellenplatz zwei abgefunden. Bei den Gästen schien die Überzeugung zu fehlen, auch nach dem 33. Spieltag noch punktgleich mit Hamborn 07 stehen zu können. BW Dingden hatte wenig Struktur im Spiel, Kevin Juch setzte weit zurückgezogen keinerlei Impulse.

Stattdessen reihte sich im Spielaufbau ein Fehlpass an den nächsten. Der Gastgeber wurde immer wieder regelrecht zu Kontern eingeladen, die er jedoch zu kompliziert und weitgehend harmlos ausspielten. „Wir laufen nur hinterher, sind gedanklich überhaupt nicht da“, rief der Coach schon frühzeitig seinen Akteuren zu. Dies weckte seine Schützlinge aber nicht auf. Halbchancen der Homberger brachten allerdings nicht die große Gefahr. Auf Dingdener Seite gab es nur einen Versuch von Kevin Juch.

Nach der Pause beorderte Dirk Juch seinen Sohn Kevin nach vorne, direkt hinter Mohamed Salman. Richtig gefährlich wurde es aber erst nach 58 Minuten, als Julian Weirather einen Einwurf von Sebastian Kamps auf Salman ablegte. Doch der Torjäger zielte etwas zu hoch. So musste ein umstrittener Elfmeter für die Führung herhalten. Kamps trat dabei selbst in den Rasen und stürzte. „Er ist aber vorher gefoult worden“, sagte Schiedsrichter Thomas Verrieth zu seinem Pfiff. Michael Leyking verwandelte (63.). Ein schönes Zusammenspiel zwischen Robin Volmering und Kevin Juch, den Letzterer abschloss, brachte die Entscheidung (83.). Der Gegentreffer durch Sinan Atabay (90.) sorgte nicht mehr für das große Zittern. „Es war ein Nervenspiel. In der ersten Hälfte hatten wir etwas Glück, nach der Pause standen wir besser. Aber wir können immer noch eine Schüppe drauflegen“, so Juch.

Mehr von RP ONLINE