Lokalsport: Bezirksliga-Einteilung ein Schock für BWD

Lokalsport : Bezirksliga-Einteilung ein Schock für BWD

Fußball: BW Dingden und der Hamminkelner SV spielen nicht mit den Bocholter und Emmericher Teams in einer Gruppe. Für den PSV Wesel gibt es dagegen keine Überraschung. Der Landesligist trifft fast nur auf alte Bekannte.

Die Mannschaften aus dem Fußball-Kreis Rees-Bocholt gehen in der kommenden Bezirksliga-Saison getrennte Wege. Während sich der Hamminkelner SV, BW Dingden und die SV Friedrichsfeld in der Gruppe 4 mit Kontrahenten aus dem Kreis Oberhausen/Bottrop sowie aus Duisburg und Dinslaken auseinandersetzen müssen (siehe Box), bekommen alle anderen Mannschaften aus dem Kreis in der Gruppe 5 Teams aus dem Kreis Kleve/Geldern vorgesetzt. Für den Landesligisten PSV Wesel ändert sich hingegen nicht viel. Er trifft weitgehend auf alte Bekannte aus der gerade abgelaufenen Saison.

Trainer Dirk Juch und das Gros des Teams von BW Dingden waren am Tag der Bekanntgabe der Gruppeneinteilung auf Mannschaftsfahrt auf Mallorca. Peter Hülsevoort hielt währenddessen die Stellung in der Heimat. Und der Obmann von BW Dingden wusste seine Enttäuschung kaum in Worte zu fassen. "Das ist sehr bescheiden, sehr unglücklich und deprimierend", sagt er. Die Blau-Weißen hätten sich beispielsweise so sehr auf das Nachbarschaftsduell gegen den Aufsteiger SV Biemenhorst gefreut. Doch daraus wird nun nichts.

Nun erwartet der BWD-Obmann ein "hartes Jahr". Die Vereine aus Bottrop - hinter Aufsteiger Dostlukspor Bottrop steht allerdings noch wegen eines möglichen Punktabzugs ein Fragezeichen, Arminia Lirich oder FC Sterkrade 72 könnten der Nutznießer sein - und Oberhausen kennen die Blau-Weißen weitgehend aus der vergangenen Spielzeit. Doch die Mannschaften aus Duisburg und Dinslaken sind die großen Unbekannten. "Als ich noch gespielt habe, da ging es schon mal gegen Duisburger Vereine", erinnert sich der 51-jährige ehemalige Dingdener Torjäger. "Die Einteilung ist eine Überraschung, aber keine positive."

Gelassener sieht Detlef Hooymann die kommenden Gegner. "Der Kelch der Relegation und des sogar möglichen Abstiegs ist an uns vorübergegangen", sagt der Sportliche Leiter des Hamminkelner SV. Alles andere spiele deshalb nun eine untergeordnete Rolle. "Wir freuen uns auf die neue Spielzeit, allerdings ist das schon eine Hammergruppe", so Hooymann. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit Thorsten Albustin, der beim HSV als Trainer zwar seine Zusage gegeben hatte, sich aber kurzfristig RWS Lohberg angeschlossen hat. "Ansonsten treffen wir auf ganz viele Unbekannte", sagt Hooymann.

Ganz anders sieht dies für den Landesligisten PSV Wesel aus. Bis auf die Aufsteiger setzt sich die Gruppe 2 aus den Mannschaften zusammen, gegen die bereits in der Spielzeit 2017/18 gekickt wurde. "Das ist genau die Gruppe, mit der ich gerechnet hatte. Super, damit können wir absolut gut leben", sagt Trainer Björn Assfelder. Auch bei den Neulingen gibt es für den 35-Jährigen kaum unbeschriebene Blätter - bis auf eine Ausnahme. "Bei Überruhr weiß ich, wo die Platzanlage ist. Das ist aber auch alles", so der Weseler Übungsleiter.

Dass die Einteilung, speziell in der Bezirksliga, bei einigen nicht auf Gegenliebe stößt, ist Wolfgang Jades klar. "Es war nicht einfach und nicht anders zu machen. Am Ende war dies der beste Vorschlag", sagt der Vorsitzende des Fußball-Ausschusses im Verband Niederrhein. Maßgabe sei gewesen, die in der letzten Saison getrennten Vereine aus einem Kreis wieder zusammenzufassen. Jades: "In der nächsten Spielzeit sind dann alle aus dem Kreis Rees/Bocholt wieder zusammen."

(RP)
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