Lokalsport: Betting: "Wenn man mich fragt, helfe ich"

Lokalsport : Betting: "Wenn man mich fragt, helfe ich"

Volleyball: Der langjährige Coach Olaf Betting musste nicht lange überlegen, um sich beim Zweitligisten BW Dingden nach dem überraschenden Abgang von Trainer Pascall Reiß für den Rücktritt vom Rücktritt zu entscheiden.

Er benötigte nur eine ganz kurze Zeit des Nachdenkens. "Das war eine Herz-Bauch-Entscheidung", sagt Olaf Betting. Und die hat den langjährigen Volleyball-Coach von BW Dingden wieder in die Mit-Verantwortung geführt. Nach dem überraschenden und kurzfristigen Wechsel von Pascall Reiß zum Liga-Rivalen SCU Emlichheim war beim Damen-Zweitligisten guter Rat nicht teuer, denn die Nachfolger standen im Verein parat. Michael Kindermann, Inhaber der für Liga zwei notwendigen A-Lizenz, sollte Pascall Reiß ohnehin hilfreich zur Seite stehen. Olaf Betting war am 21. April, vor dem letzten Spiel der vergangenen Saison, zwar offiziell verabschiedet worden, doch eines war dem 52-Jährigen immer klar. "Wenn man mich fragt, dann helfe ich in Dingden auch."

Dass dies keine zwei Monate später schon der Fall sein sollte, damit hatte Betting aber nie gerechnet. "So war das nicht geplant", sagt der Coach. Seine Zusage als Übungsleiter für die Dingdener Juniorinnen U 20 in der NRW-Liga hatte er gegeben, die Spiele der Zweitliga-Damen wollte er aber nur noch von der Tribüne verfolgen. "Ich hatte auch Gespräche mit anderen Vereinen, beispielsweise in den Niederlanden. Aber das passte nicht ganz", sagt Betting. So verhält es sich teilweise aber auch mit seinem Job bei den Juniorinnen U 20 und dem Zweitliga-Team. Die ersten drei Spieltage kollidieren. Da bedarf es noch einer Feinabstimmung.

Die ist auch bezüglich der Zweitliga-Mannschaft vorgesehen, muss aufgrund einer Krankheit von Michael Kindermann aber erst einmal verschoben werden. Der Trainingsauftakt soll Anfang Juli erfolgen. "Aber vielleicht werden wir wegen der neuen Entwicklungen die Spielerinnen noch mal kurzfristig zusammentrommeln", so Olaf Betting. Nicht dabei sein werden dann bekanntlich Katrin Pasel (BW Aasee) sowie Vera Koopmann und Inga van Gemmeren nach ihrem Karriereende. Lena Priebs, die erst im Juli operiert wird, fällt zudem mit einem Kreuzbandriss lange aus. Dafür rücken Lara Kruse und Louisa Baumeister aus der zweiten Mannschaft hoch. "Außerdem ist Karina Hegering auf dem Sprung", sagt Olaf Betting.

Zum zweiten Mal während seiner Zeit bei BW Dingden wird der 52-Jährige nun als Co-Trainer von Michael Kindermann arbeiten. Beim ersten Mal war dies zwei Spielzeiten lang der Fall. Über die Dauer der neuen Zusammenarbeit möchte Olaf Betting keine Prognose abgeben. Ein sehr kurzes Intermezzo ist allerdings nicht geplant. "Das ist jetzt erst einmal so fix, damit ist das Thema durch", sagt der Übungsleiter. Mindestens bis zum Ende der Saison wird das Gespann zusammenarbeiten. "Wir gehen als Trainer-Team in die Spielzeit, da wird keiner der Chefcoach sein", so Betting. Als Co-Trainer fungiert Tim Heinrich.

Die neue Saison beginnt für die Blau-Weißen übrigens am Wochenende 15./16. September mit einem Gastspiel beim SV Bad Laer. Olaf Betting hätte sich ein Duell mit dem ehemaligen Coach Pascall Reiß und seinem neuen Team aus Emlichheim früh gewünscht. "Aber das ist leider erst am letzten Spieltag der Hinrunde der Fall", sagt Olaf Betting.

(RP)
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