Badminton-Zweitligist BV Wesel verliert das Spitzenspiel mit 3:4.

Badminton : BV Wesel verliert das Spitzenspiel knapp

In einer hochklassigen Partie hat der Tabellenzweite der Zweiten Bundesliga gegen Spitzenreiter BC Hohenlimburg mit 3:4 das Nachsehen. Der Gastgeber ärgert sich anschließend über verpasste Gelegenheiten.

Gute Zeiten, schlechte Zeiten in der Weseler Rundsporthalle: So richtig wusste Thorsten Hukriede seine Gefühle da nicht einzuordnen. Kurz nach der 3:4-Niederlage im Spitzenspiel gegen den Tabellenführer BC Hohenlimburg wurmte den Mannschaftssprecher des BV Wesel Rot-Weiß der knapp verpasste Sieg noch gewaltig. „Zunächst war es schon sehr ärgerlich, zumal ja mehr drin gewesen wäre“, sagte Hukriede. Wenig später war der Routinier mit seinen Emotionen aber wieder im Reinen. „Im Großen und Ganzen haben wir aber eine gute Partie gesehen. Es war halt das erwartet ausgeglichene Spitzenspiel.“

Dabei hätte auch alles ganz anders kommen können. Im Mixed machten Thorsten Hukriede und Lena Fischer gegen Fabian Stoppel und Laura Striewski lange den besseren Eindruck. Der erste Satz und der dritte Durchgang gingen an das Weseler Duo. Auf Hohenlimburger Seite schien vor allem Fabin Stoppel, der schon im 2. Herren-Doppel mit Christian Bald gegen Tim Vaessen und Jonas Kaiser einen Sieg beigesteuert hatte, zunehmend müde zu werden. „Ich kenne ihn schon sehr lange, er ist wahrlich kein Fitnessfürst. Wenn man es schafft, ihn zu bewegen, dann hat man gute Chancen. Dazu muss man aber zu 100 Prozent konzentriert sein“, so Hukriede.

Genau das gelang vor allem im entscheidenden fünften Satz aber nicht mehr. Völlig von der Rolle, waren Fischer und Hukriede plötzlich abgemeldet. „Warum wir da plötzlich so einen Blackout hatten, kann ich mir auch nicht erklären“, sagte Hukriede. Ganz ähnlich erging es Tim Vaessen im abschließenden zweiten Herren-Einzel. Auch der frischgebackene Vater hinterließ in der Partie lange den besseren Eindruck, führte gegen Malte Laibacher bereits mit 2:0. Doch dann kam der hochgewachsene Akteur der Gäste immer besser ins Spiel und zwang Vaessen in den Entscheidungssatz, in dem dieser nicht mehr die Kurve bekam. „Wir hätten beide Spiele gewinnen können. Das ist dann schon ärgerlich“, sagte Hukriede.

Ganz wie es im Vorfeld zu erwarten war, ging das Damen-Einzel an den BV Wesel RW. Dass Ella Diehl dabei mit der extra angereisten Irin Rachael Darragh aber ihre liebe Mühe hatte und ebenfalls in den Entscheidungssatz musste, damit hatte niemand so richtig gerechnet. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so knapp werden würde“, sagte Hukriede. „Umso beeindruckender ist es, zu sehen, wie Ella sich in das Spiel reingearbeitet hat“, fügte Hukriede hinzu.

Zuvor hatte Ella Diehl an der Seite von Lena Fischer schon im Damen-Doppel die Oberhand behalten. Marijn Put ließ seinem Gegner Miha Ivanic ebenfalls keine Chance. Dass der Belgier zuletzt mit einem Infekt flachgelegen hatte, war ihm bei seinem souveränen Auftritt nicht anzumerken. Trotzdem ließ er im Doppel dann Jonas Kaiser den Vorrang, der trotz der Niederlage an der Seite von Tim Vaessen keinesfalls enttäuschte.

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