Badminton-Zweitligist BV Wesel schafft 4:3-Erfolg gegen BV Mülheim II

Badminton : BV Wesel Rot-Weiß verteidigt die Tabellenführung

Der Zweitligist gewinnt die Heimpartie gegen den BV Mülheim II mit 4:3 und revanchiert sich damit für die 3:4-Niederlage im Hinspiel. Der Niederländer Tim Vaessen, der in Mülheim noch das entscheidende Einzel verlor, macht den Sieg perfekt.

Vor vier Wochen hatten sich Pasquale Czeckay und Tim Vaessen schon in der entscheidenden Partie gegenübergestanden. Ganz knapp in fünf Sätzen hatte sich Vaessen damals geschlagen geben müssen – und sein Team verlor mit 3:4. Am gestrigen Sonntag machte es der Niederländer in Diensten des Badminton-Zweitligisten BV Wesel Rot-Weiß erheblich besser. Der 33-Jährige besiegte Czeckay glatt in drei Sätzen und ließ seine Mannschaftskollegen sowie die heimischen Fans unter den gut 80 Zuschauern in der Rundsporthalle jubeln. „Revanche geglückt“, sagte Mitspieler Thorsten Hukriede nach dem 4:3-Erfolg in der Heimpartie gegen den 1. BV Mülheim II, mit dem der Neuling die Tabellenführung in Liga zwei verteidigte.

Im Vergleich zum Duell in der Hinrunde, das kurz vor Weihnachten ausgetragen worden war, hatten sich die Weseler taktisch leicht verändert aufgestellt. Der wegen einer Erkältung angeschlagene Jan-Felix Matulat kam nur im zweiten Herren-Doppel zum Einsatz. Für ihn absolvierte Thorsten Hukriede zwei Matches – und das ausgesprochen erfolgreich.

Gemeinsam mit Marjin Put, der belgischen Nummer eins der Rot-Weißen, spielte der BV-Routinier im ersten Herren-Doppel, das nach hartem Kampf den ersten Zähler für den Gastgeber holte. Die ungewohnte Kombination benötigte bei ihrer Premiere gegen Pasquale Czeckay/Martin Kretzschmar etwas Zeit, um in die Partie zu finden. Huk­riede/Put steigerten sich nach zwei verlorenen Durchgängen aber immer mehr und waren im entscheidenden Satz ganz klar Herr der Lage. Weniger gut lief es auf dem benachbarten Court für Ella Diehl und Lena Fischer, die Katharina Altenbeck und Judith Petrikowski in vier Sätzen unterlagen.

Weil dann Jan Felix Matulat und Tim Vaessen in ihrem Doppel gegen Christopher Skrzeba und Jonathan Rathke überhaupt nichts ausrichten konnten, geriet der Spitzenreiter mit 1:2 in Rückstand. Aber Marjin Put gelang gegen René Rother mit einem souveränen Erfolg der erneute Ausgleich. Jetzt sollte Ella Diehl im Damen-Einzel für die Führung sorgen. Doch die Weselerin fand gegen Katharina Altenbeck zu selten zu ihrem Spiel. Im vierten Satz wehrte Diehl zwar kämpferisch noch vier Matchbälle ab. Doch ihre Kontrahentin ließ sich auch von einer umstrittenen Entscheidung nicht beirren. Sie holte sich den Durchgang und die Partie mit einem 15:14 in der Verlängerung.

Nun durften sich die Rot-Weißen keinen Ausrutscher mehr erlauben. Und das taten sie auch nicht. Bevor Tim Vaessen seine persönliche Revanche feierte, durfte sich Lena Fischer im gemischten Doppel mit Thorsten Hukriede über einen klaren Drei-Satz-Erfolg gegen Martin Kretzschmar/Judith Petrikowski freuen. In Mülheim hatte die gegnerische Formation noch klar gegen Fischer/Matulat gewonnen.

„Wir haben heute ein bisschen etwas ausprobiert und sind belohnt worden. In Mülheim sind wir alle mit der Halle nicht gut zurechtgekommen. Heute hat es sicher auch ein wenig der Heimvorteil gebracht. Wir können auf jeden Fall sehr zufrieden sein“, sagte Hukriede.

Wenn der BV Rot-Weiß nun am kommenden Samstag, 19. Januar, die Pflichtaufgabe beim Schlusslicht Spvgg. Sterkrade-Nord löst und einen Tag später auch beim Tabellenvierten Hamburg Horner TV besteht, dann winkt ein weiteres Spitzenspiel in heimischer Halle. Am Sonntag, 10. Februar, tritt nämlich der aktuell nur einen Punkt schlechtere Verfolger BC Hohenlimburg in der Rundsporthalle an.

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