Badminton-Zweitligist BV Wesel empfängt BV Mülheim II.

Badminton: BV Wesel will Spitzenposition verteidigen

Der Zweitligist empfängt morgen den 1. BV Mülheim II, der ihm kurz vor Weihnachten eine 3:4-Niederlage beibrachte. In der Rundsporthalle will der Tabellenführer den Spieß umdrehen. Einsatz von Tim Vaessen ist fraglich.

Der Spielplan in der 2. Badminton-Bundesliga gibt dem BV Wesel Rot-Weiß schnell Gelegenheit zur Revanche. Die letzte Partie vor der Weihnachtspause hatte der Überraschungsspitzenreiter knapp mit 3:4 beim 1. BV Mülheim II verloren. Schon am morgigen Sonntag um 14 Uhr kommt die Zweitvertretung des Erstligisten nun zum erneuten Vergleich in die Rundsporthalle. „Zu Hause wollen wir den Spieß wieder umdrehen“, sagt Wesels Routinier Thorsten Hukriede.

Die Begegnung in Mülheim hat vor allem Hukriede noch in unschöner Erinnerung. Denn der erfahrene Akteur kam mit den Verhältnissen in der großen und sehr hellen Halle des Kontrahenten nicht gut zurecht. Aber auch seine Mitstreiter kamen fast ausnahmslos nicht an ihre Topleistung heran. So ist die Hoffnung jetzt groß, dass mit dem Heimvorteil im Rücken eine Wiedergutmachung gelingt. In Wesel hat der Aufsteiger bislang durchweg klare Siege eingefahren. Ein weiterer Erfolg soll am Sonntag die Verteidigung der Tabellenspitze bescheren. „Für uns war eigentlich nur der Klassenerhalt das Ziel. Ein weiterer Aufstieg ist immer noch kein Thema. Wenn wir am Ende Zweiter werden, wären wir hellauf begeistert“, so Hukriede.

Ob die Weseler nun am Sonntag gegen Mülheim auf die selbe Mannschaft treffen, die ihnen die zweite Saisonniederlage beibrachte, vermag Hukriede nicht zu sagen. Gut möglich ist aber, dass die Gäste, die über ein großes Reservoir an talentierten Akteuren verfügen, bei den Damen noch etwas stärker aufgestellt sein werden, als dies im Hinspiel vor vier Wochen der Fall gewesen ist. Der Tabellenvierte liebäugelt jedenfalls damit, noch den ein oder anderen Rang nach oben zu klettern.

Die Weseler sind durch die Bank fit aus der Weihnachtspause zurückgekehrt und haben die spielfreie Zeit genutzt, um die Akkus ein wenig aufzuladen. Aller Voraussicht nach kann der Gastgeber in Bestbesetzung antreten. Ein kleines Fragezeichen steht lediglich hinter dem Einsatz des Niederländers Tim Vaessen, denn dessen Frau ist hochschwanger. Sollte das Kind am Wochenende zur Welt kommen oder die Geburt unmittelbar bevorstehen, darf Vaessen in der Heimat bleiben. Dann würde sehr wahrscheinlich Hendrik Waldyk aus dem Oberliga-Team aufrücken.

Thorsten Hukriede hofft natürlich, dass der Niederländer im ersten Herrendoppel und im zweiten Herreneinzel zum Einsatz kommen kann. Ein weiterer Wunsch des Routiniers: dass sein Team in der Rundsporthalle wieder von zahlreichen Zuschauern unterstützt wird. Da es ja weiter trüb und regnerisch bleiben soll, ist die Partie des Zweitliga-Spitzenreiters sicherlich nicht das schlechteste Unterhaltungsprogramm für den Sonntag. Und wenn es so spannend wird wie im Hinspiel, dann können sich die Zuschauer den abendlichen Tatort danach fast schenken.

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