Badminton: Auftakt nach Maß für BV Wesel

Badminton : Ein Auftakt nach Maß für den BV Wesel Rot-Weiß

Der Neuling in der Zweiten Bundesliga gewinnt die Heimpartien gegen die SG EBT Berlin und den TSV Trittau II jeweils mit 5:2. Der neue belgische Spitzenspieler Marjin Put zeigt  überzeugende Leistungen.

Thorsten Hukriede strahlte, die Spieler des BV Wesel Rot-Weiß klatschten sich begeistert ab. „Der Traumstart ist wahr geworden“, stellte der Routinier des Badminton-Zweitligisten nach dem ersten Doppelspieltag fest. In eigener Halle bezwang der Neuling die SG EBT Berlin und den TSV Trittau II jeweils mit 5:2. Nach der Punktvergabe in der zweithöchsten Liga bedeutet dies insgesamt vier Zähler für die Rot-Weißen, die Gäste gingen jeweils komplett leer aus.

Einen Einstand nach Maß feierte die neue Nummer eins Marjin Put aus Belgien. „Er ist sehr sympathisch, hat sich sofort super in das Team eingefügt“, lobte Hukriede. Und nicht nur auf zwischenmenschlicher Ebene passt es bestens. Auch sportlich half Marjin dem Gastgeber weiter, er steuerte vier Zähler am Wochenende bei. „Wir sind total begeistert. Er ist in Einzel und Doppel sehr stark“, sagte Teamkollege Huk­riede. „Die Mannschaftssprache ist wieder englisch“, stellte Teammanager Andreas Ruth fest. Put versteht zwar größtenteils deutsch, doch er kann sich nicht in der Sprache ausdrücken.

Zum Saisonstart am Samstag hatte dem Aufsteiger die Nummer zwei, Tim Vaessen, nach einer Gallenstein-Operation gefehlt. Der Niederländer war trotzdem in der Rundsporthalle, um seine Mannschaft gegen ohne zwei Stammkräfte antretende Berliner Gäste zu unterstützen. Überhaupt waren die Weseler Verantwortlichen von der Zuschauerresonanz am ersten Spieltag recht angetan. „Die Stimmung war richtig gut, das hat jede Menge Spaß gemacht“, sagte Hukriede.

Ihren Beitrag zum recht guten Zuspruch hatte sicherlich auch die neue Zählweise, die statt bis 21 Punkte wie im Tischtennis nur noch bis elf geht. „Das macht die Spiele attraktiver“, sagte BV-Vorsitzender Bertram Burgner. Auch werden nur noch sieben Begegnungen ausgetragen, die Partie am Samstag fand damit bereits nach zwei Stunden ihren Siege. Am Sonntag standen die Akteure nur eine halbe Stunde länger auf den Matten. „Das sind jetzt richtig schöne, kompakte Veranstaltungen“, sagte Andreas Ruth.

Dass sie nicht nur kompakt, sondern auch noch ausgesprochen erfolgreich verliefen, dies lag auch an den Akteuren aus dem Oberliga-Team. Tobias Göbeler – als Ersatz für Tim Vaessen eingesprungen – siegte im Doppel mit Thorsten Hukriede gegen Berlin. Damit Tobias Göbeler sich nicht zu schnell festspielt, kam Hendrik Waldyk gegen den TSV Trittau II  zum Einsatz. Der Akteur aus der Reserve holte den fünften Punkt im Einzel, wodurch der Gast komplett ohne Zähler die Heimreise antreten musste.

Noch bemerkenswerter machen die beiden Erfolge neben den Ausfall von Tim Vaessen, dass auch Lena Fischer alles andere als topfit ihre Partien bestritt. Sie hatte sich vor drei Wochen einen Rippenbruch zugezogen. „Lena hatte sich gut gefühlt und Grünes Licht gegeben. Jetzt kann sie in die wohlverdiente Pause gehen“, so Hukriede.

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