Leichtathletik: Auestadion: Politik hakt Ausbau noch nicht ab

Leichtathletik: Auestadion: Politik hakt Ausbau noch nicht ab

Das Thema Erweiterung des Auestadions ist für die Politik noch nicht abgeschlossen. Die Fraktionschef Ludger Hovest (SPD) und Rudi Spelmanns (CDU) erklärten gestern, dass man nach Möglichkeiten suchen müsse, wie der Ausbau auf acht Bahnen finanziert werden kann, damit Wesel in der Leichtathletik ein Veranstaltungs-Standort von Rang bleibt. "Vielleicht ist das Konjunkturpaket die Alternative. Ich schlage die Tür für die Erweiterung noch nicht zu, auch wenn es angesichts der Haushaltslage schwer wird", sagte Hovest. Das wollte auch Spelmanns nicht. "Wir werden in der Fraktion beraten, wie es weitergeht. Abhaken möchte ich das Thema nicht", meinte der CDU-Mann.

Wichtig auch fürs Stadtmarketing

Die Stadt hat 400 000 Euro für das Projekt bereitgestellt. Die Summe reicht nur, um das Stadion zu modernisieren. Dazu steuert das Land einen Zuschuss bei – wahrscheinlich 300 000 Euro. Die 150 000 Euro teure Erweiterung des Stadions muss Wesel alleine tragen. Denn sie ist nicht für den Landes-Leistungsstützpunkt notwendig, da für das Training sechs Bahnen langen. Für Großveranstaltungen wie Deutsche Meisterschaften, die für Wesel werbeträchtig sind, nicht. "Es ist nicht nur eine Frage des Sports, ob wir die Erweiterung haben wollen. Das betrifft auch den Bereich Stadtmarketing ", sagte Hovest.

Die Frage aller Fragen ist aber, ob noch Mittel im Topf Konjunkturpaket sind, weil Millionen in die Asbestsanierung des Rathauses gesteckt wurden. "Diese Information will ich von der Verwaltung schnell haben", meinte Hovest. Die Zeit drängt. Spätestens in der Sitzung des Sportausschusses (Donnerstag, 17. März) muss klar sein, wohin die Richtung geht. Denn bis Ende März muss der Leichtathletik-Verband wissen, ob die Deutsche Mehrkampf-Meisterschaft im Herbst in Wesel stattfinden kann. Der Weseler TV wird sie nur ausrichten, wenn die achte Bahn kommt.

Dass die Sanierung des Stadions plus Erweiterung jetzt 850 000 Euro kostet und nicht rund 660 000 Euro, wie zunächst errechnet wurde, hat einen Grund. Die Flutlichtanlage muss für 180 000 Euro erneuert werden. Sie ist nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik. Zudem ist der Schutz gegen Blitzschlag nicht mehr ausreichend.

(RP)