Leichtathletik: Auestadion: Hovest setzt auf bewährtes Modell

Leichtathletik: Auestadion: Hovest setzt auf bewährtes Modell

Beim Bau der Tribüne und des Mehrzweckgebäudes im Weseler Auestadion hat das Modell schon prima funktioniert. Jetzt soll es wieder greifen, um möglich zu machen, dass Wesel als Leichtathletik-Veranstaltungsort eine erste Adresse bleibt. Der 150 000 Euro teure Ausbau auf acht Bahnen, der nötig ist, um zum Beispiel weiter die Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften im Stadion ausrichten zu können, soll mit Mitteln der Verbands-Sparkasse finanziert werden. Die Entscheidung muss schnell fallen. Denn bis Ende März muss der Deutsche Leichtathletik-Verband informiert werden, ob die Mehrkampf-Meisterschaft vom 27. bis 29. August in Wesel stattfinden kann. Der Weseler TV steht als Ausrichter nur bereit, wenn die achte Bahn kommt.

Lösung bis zum Wochenende

"Wir müssen bis zum Wochenende eine Lösung finden. Ich bin der Meinung, dass dies mit Hilfe der Verbands-Sparkasse gelingen könnte", sagte SPD-Chef Ludger Hovest gestern. Der Weseler TV würde dann als Bauherr auftreten und ein Darlehen für das Projekt aufnehmen, das aus den jährlich fließenden Sparkassen-Mitteln getilgt würde. So hat's schon zwei Mal geklappt.

Rolf Nitsch, Vorsitzender des WTV, begrüßte die Initiative von Hovest, der gestern bereits Kontakt zu Wesels größtem Sportverein aufgenommen hat. "Wir haben diesen Vorschlag vor drei Wochen auch schon gemacht. Wir müssen das Thema noch im Vorstand besprechen. Doch ich kann mir vorstellen, dass der WTV da mitzieht", sagte Nitsch. Die Voraussetzung sei, dass für den Verein selbst keine Kosten entstehen. "Das bekommen wir nicht hin. Schließlich haben wir in diesem Jahr das Jubiläum zum 150-jährigen Bestehen vor der Brust. Außerdem müssen wir die Belastung verkraften, dass wir ab 2011 Gebühren für die Nutzung der städtischen Anlagen zahlen müssen", meinte Nitsch.

  • Wesel : Das System Hovest

Kein Thema ist es für Hovest, die Erweiterung des Stadions aus Mitteln des Konjunkturpakets zu finanzieren. Die Bundesmittel sind schon komplett verplant. Zwar wäre es möglich, das Auestadion für andere Projekte ins Programm zu nehmen. "Doch das ist eine Milchmädchenrechnung. Denn das, was wir jetzt verschieben würden, müssten wir in Zukunft ja auch finanzieren", sagte Hovest. Deshalb bleibe nur die Wahl, es mit Sparkassen-Mitteln zu versuchen.

Die CDU hat sich zum Thema, so Fraktionschef Rudi Spelmanns, "noch keine abschließende Meinung gebildet". "Es wäre positiv für Wesel, wenn es klappen würde. Doch ob dies mit Mitteln der Verbands-Sparkasse klappen kann, ist die Frage", sagte Spelmanns.

(RP)