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Analyse zum Rückrundenstart des Fußball-Oberligisten SV Schermbeck

Fußball : SV Schermbeck kann sich auf seine Defensive verlassen

Der Oberligist hat einen guten Start in die Rückrunde hingelegt. Trainer Thomas Falkowski lobt besonders die Abwehr. Das Team ist seit 271 Minuten ohne Gegentreffer. Die personelle Engpässe bereiten dem Coach aber Sorgen.

Normalerweise könnte Thomas Falkowski die Karnevalszeit ausgiebig genießen. Zwei Spiele, zwei Siege: Sein Team hat den perfekten Start in die Rückrunde der Fußball-Oberliga hingelegt und mit sechs Punkten aus den ersten beiden Partien im Jahr 2019 das Optimum erreicht. Zudem spielte der Tabellensiebte, der seit fünf Pflichtspielen ungeschlagen ist, in beiden Begegnungen zu Null und ist damit seit 271 Minuten ohne Gegentor. Von einem Traumstart will der SVS-Coach dennoch nicht sprechen. „Wir sind gut in die Rückrunde gekommen, aber wir müssen auf der Hut sein“, sagt er.

Der Grund für seine Zurückhaltung ist, dass der SVS trotz der beiden Auftakterfolge dem Ziel Klassenverbleib nicht entscheidend näher gekommen ist. Auch nach dem makellosen Auftakt trennen den SVS und die Abstiegsränge sechs Zähler, da auch die Konkurrenz gepunktet hat. „Wir haben noch nichts erreicht. Allerdings haben wir nun deutlich mehr Mannschaften hinter uns, die sich untereinander die Punkte abjagen“, sagt Falkowski.

Auch dass die Schermbecker noch zwei Nachholspiele daheim gegen Gievenbeck und bei den Sportfreunden in Siegen ausstehen haben, will der Coach nicht überbewerten: „Das ist schön, aber das gilt für einige andere Clubs ebenfalls.” Das SVS-Ziel, in der Rückrunde erfolgreicher zu sein als in der Hinrunde, bleibt bestehen. Und da hatte das Team 20 Punkte aus den ersten 17 Begegnungen eingefahren.

Die Grundlage soll die Defensivabteilung sein, die dem Coach bislang viel Freude bereitet. „Wir spielen nicht nur zu Null, wir lassen auch kaum Torchancen zu”, sagt Falkowski. Das war im ersten Spiel des Jahres gegen Holzwickende (1:0) ebenso wie beim Sieg in Gütersloh (1:0) der Fall. In beiden Partien verteidigte der SVS mit der gewohnten Vierer-Kette, wenngleich in der Winterpause ein Schwerpunkt darauf lag, mit der Dreierkette mehr taktische Variabilität zu gewinnen. „Bislang hatte ich noch keinen Anlass umzustellen”, sagt der Trainer.

Hinter der Abwehrreihe hat sich aber etwas verändert. Dort steht – wie schon in der Aufstiegssaison – wieder Tim Krückemeier zwischen den Pfosten. Anfangs war es die Verletzung von Stammkeeper Cedric Drobe, die Krückemeier den Weg zurück in die erste Elf ebnete. Doch zuletzt waren es seine gelungenen Auftritte. Rückschlüsse für die noch ausstehenden 15 Punktspiele sollte aber niemand daraus ziehen. „Für mich definiert sich alles über Leistung. Und momentan macht Tim Krückenmeier seine Sache hervorragend“, so Falkowski.

Alles gut also beim Neuling? Nicht ganz: Der Krankenstand bereitet dem Coach Sorgen. Denn gegenwärtig fallen Stürmer Marc Schröter (Handgelenksbruch), Benedikt Helling (Entzündung im Sprunggelenk) und Gökhan Turan (Knorpelschaden) sicher noch einige Wochen aus. Aldin Hodzic wird nach seiner Roten Karte im Spiel gegen Holzwickede noch eine Partie aussetzen müssen, Winterzugang Tolga Cengelcik kam mangels Spielpraxis bislang erst zu einem Kurzeinsatz. „Die Personaldecke ist dünn”, sagt Falkowski, der sich auch deshalb über die kurze Spielpause freut. „Das Karnevals-Wochenende haben sich die Jungs verdient, aber ab Dienstag liegt der Fokus wieder ganz auf dem kommenden Spiel gegen Rot-Weiß Ahlen“, sagt Falkowski. Die Heimpartie gegen den Tabellenneunten steigt am Sonntag, 10. März, um 15 Uhr.