Lokalsport: Albustin will mit dem HSV nach oben

Lokalsport : Albustin will mit dem HSV nach oben

Der 43-jährige Trainer will sich mit dem Fußball-Bezirksligisten Hamminkelner SV eine weitere Zittersaison ersparen. In der kommenden Spielzeit soll ein einstelliger Tabellenplatz herausspringen. Vier Neuzugänge stehen bereits fest.

Für Thorsten Albustin gab es am Pfingstsonntag eine kurze Stippvisite in der eigenen Vergangenheit. Der Trainer des Hamminkelner SV, der mit dem Fußball-Bezirksligisten am letzten Spieltag durch einen 2:0-Erfolg im Abstiegs-Finale beim SV Bislich den Klassenerhalt perfekt gemacht hatte, schaute sich entspannt das Relegations-Rückspiel zwischen Gastgeber RWS Lohberg, den Albustin noch bis zur Winterpause gecoacht hatte, und dem SV Haldern an. Der 43-Jährige drückte seinem Ex-Club natürlich die Daumen. "Ich hätte es den Lohbergern gegönnt", sagt Albustin. Doch RWS erreichte vor mehr als 900 Zuschauern nur ein 1:1 und muss heute, 19.30 Uhr, bei TuRU Düsseldorf II in den zweiten Teil der Relegation starten.

Dass der Hamminkelner SV bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt zittern musste, damit hatte Thorsten Albustin nicht gerechnet. "Ich hatte es mir nach der guten Wintervorbereitung einfacher vorgestellt", sagt der ehemalige Profi. Sein Team habe jedoch so manchen Punkt unnötig liegen gelassen. Deshalb sei es richtig eng geworden. Die Gründe für die Zitterpartie hat der Coach schnell ausgemacht. "Wir waren im eigenen Strafraum oft zu sorglos und vorne nicht effektiv genug", stellt Thorsten Albustin fest. Bei allen Rückschlägen habe er allerdings nie am Klassenerhalt gezweifelt.

Thorsten Albustin betrat im Winter Neuland. Er arbeitete zum ersten Mal als Trainer bei einem Verein aus dem Fußball-Kreis Rees-Bocholt. Damit verbunden war auch ein Wechsel in die Gruppe vier der Bezirksliga. Und die schätzt Albustin, der früher unter anderem beim MSV Duisburg, Borussia Mönchengladbach, dem FC Bocholt und dem SV Schermbeck im Tor stand, als ausgeglichener als die Gruppe fünf ein, in der RWS Lohberg um Punkte kämpfte. Einen großen Unterschied hat der Coach bei den Anlagen ausgemacht. "Meine Spritkosten sind durch den Wechsel nach Hamminkeln gestiegen, aber die Plätze sind schon klasse", sagt Albustin. Besonders die HSV-Sportstätte mit Kunstrasenplatz begeistert den 43-Jährigen.

Der Trainer will sich mit dem Bezirksligisten in der kommenden Saison sportlich verbessern. "Ich will mit der Mannschaft die nächste Stufe nehmen", sagt Albustin. Für den Abstiegskampf hatte er sein Hauptaugenmerk auf eine sichere Defensive gelegt. Nun soll die Offensive verbessert werden. "Die taktischen Abläufe sind jetzt auch bekannt. Ich erwarte, dass wir eine entspanntere Saison erleben und peile einen einstelligen Tabellenplatz an", so Albustin.

Zwei Abgänge stehen beim Hamminkelner SV bis jetzt fest. Felix Jansen wird spielender Co-Trainer beim A-Ligisten VfL Rhede II. In gleicher Funktion wechselt Osama El Toufaili zum in die Kreisliga B abgestiegenen PSV Wesel II. Hendric Storm und Jonas Borgmann werden außerdem aus privaten und beruflichen Gründen kürzertreten. Bei personeller Not würden beide aber aushelfen.

Neben dem neuen Co-Trainer Michael Tyrann, der zuletzt Coach des PSV Wesel II war und Adolf Grill ersetzt, sind bisher vier Neuzugänge perfekt. Vom PSV II kommen Yannick Dera, Marius Laub und Maximos Fachantidis. Florian Fischer wechselt vom SV Sonsbeck II nach Hamminkeln. Und Lasse Hoffmann rückt aus der eigenen A-Jugend endgültig in den Bezirksliga-Kader auf. "An fünf, sechs weiteren Spielern sind wir noch dran", sagt Thorsten Albustin. Denn es soll nicht wieder gezittert werden.

(RP)
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