Ärgerliches Remis für den PSV Wesel

Fußball : Ärgerliches Remis für den PSV Wesel

Der Landesligist kassiert beim 2:2 in der Heimpartie gegen den SV Burgaltendorf erst in der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer. „Das ist sehr bitter für uns“, sagt Trainer Björn Assfelder, dessen Team zur Pause mit 2:0 vorne lag.

Fußball-Landesligist PSV Wesel wartet nach zwei Spieltagen weiter auf den ersten Saisonsieg. Nur drei Tage nach dem verkorksten Saisonstart beim SV Hönnepel-Niedermörmter (0:2) musste sich das Team von Trainer Björn Assfelder am Mittwochabend gegen den SV Burgaltendorf mit einem 2:2 (2:0) begnügen. Das Ärgerliche daran: Der Ausgleich der Gäste fiel erst in der Nachspielzeit. „Das ist sehr bitter für uns“, sagte der enttäuschte PSV-Coach. „Der Zeitpunkt war denkbar unglücklich.“

Erwartungsgemäß begann der Gast aus Essen offensiv und war sofort um Spielkontrolle bemüht. Aus einer starken Defensive allerdings setzten die Weseler immer wieder zu gefährlichen Kontern an. Schon der erste führte zur frühen PSV-Führung. Bastian Rupsch wurde knapp 20 Meter vor dem gegnerischen Gehäuse von den Beinen geholt. Den fälligen Freistoß verwandelte Nico Giese nach sieben Minuten zum 1:0.

Das Team von Burgaltendorf wirkte nur mäßig geschockt und drängte sofort mit Vehemenz auf den Ausgleich, ohne allerdings torgefährlich zu werden. Erst nach einer Ecke kam Lukas Kuhlmann aus kurzer Distanz frei zum Kopfball, konnte aber den sehr gut parierenden PSV-Keeper Raven Olschewski nicht überwinden (21.). Ähnlich erging es Julian Bluni, der mit einem Flachschuss ebenfalls am Weseler Schlussmann scheiterte (32.).

Das nächste Tor fiel erneut auf der Gegenseite. Und wieder war es Nico Giese, der nach herrlicher Vorarbeit von Eray Tuncel und einem gut getimten Querpass von Bastian Rupsch aus halbrechter Position zum 2:0 (37.) einschoss. Mit diesem Ergebnis wurden die Seiten gewechselt. „Bis dahin ist unser Plan, hinten sicher zu stehen und vorne die Nadelstiche zu setzen, voll aufgegangen“, sagte Assfelder.

Nach der Pause bot sich ein unverändertes Bild. Burgaltendorf agierte, Lackhausen schaltete nach Balleroberung rasch um. Erst eine Unachtsamkeit in der Abwehr ermöglichte dem plötzlich frei vor Olschewski auftauchenden Said Benkarit die Einschusschance zum Anschlusstreffer (61.).

Das Spiel war nun offen bis in die Schlussphase. Als dann Burgaltendorfs Kapitän nach einem üblen Foul die Rote Karte sah (88.), schien der PSV das Ergebnis über die Zeit bringen zu können. Erst eine Unachtsamkeit in der Defensive in der vierten Minute der Nachspielzeit brachte den Gastgeber um den verdienten Lohn. Einer von zahlreichen langen Bällen der Essener führte dann zum nicht mehr erwarteten Ausgleich. „Was Burgaltendorf heute gespielt hat, war richtig stark“, sagte Assfelder nach Spielende. „Unsere Taktik, dem Gegner das Spiel zu überlassen und auf die Umschaltmomente zu warten, ist weitgehend aufgegangen. Insofern bin ich mit der Leistung meines Teams zufrieden.“

PSV Wesel: Olschewski - Bruns, Sobotta, Sengbusch, Lübbe, Giese, Blaswich (24. Eisenstein), Meis, Rupsch (84. Weinkath), Laader, Tuncel.

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