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Handball: 28:32 - HSG Wesel bietet dem Spitzenreiter lange Zeit Paroli

Handball : 28:32 - HSG Wesel bietet dem Spitzenreiter lange Zeit Paroli

Handball-Verbandsligist schnuppert bei der Heimniederlage gegen den VfB Homberg bis zum Schluss an einer großen Überraschung. Die Leistung sollte dem Team Mut für die nächsten Aufgaben machen.

Die HSG Wesel verpasste zwar eine Überraschung. Der Aufsteiger in die Handball-Verbandsliga bot dem Tabellenführer und großem Favoriten VfB Homberg gestern in der Rundsporthalle aber lange Zeit Paroli. Am Ende musste sich der Neuling dem Aufstiegsfavoriten Nummer eins, der weiter mit weißer Weste an der Tabellenspitze steht, aber mit 28:32 (16:15) geschlagen geben. So richtig traurig war darüber bei den Weselern aber niemand. "Ich denke, dass wir absolut erhobenen Hauptes aus der Halle gehen können. Die Zuschauer haben das auch so gesehen", sagte HSG-Trainer Sven Esser.

Sein Team hatte einer Mannschaft mit ganz anderen Ambitionen und einer ganz anderen Erfahrung in dieser Liga das Leben richtig schwergemacht. Und hätte die HSG ihre einfachen Fehler abgestellt, wäre die Partie möglicherweise sogar anders ausgegangen. "Am Ende hat die individuelle Klasse einzelner Akteure beim Gegner den Unterschied gemacht", sagte Esser, der damit insbesondere auf die Homberger Rückraumspieler Tobias Reich (8 Tore) und Keeper Sebastian Brysch anspielte. "Er hat das Duell gegen unsere Keeper gewonnen. Das muss man einfach neidlos anerkennen", sagte der Weseler Übungsleiter. Aber anstatt der verpassten Sensation lange nachzutrauern, blickte Sven Esser nach der Partie lieber direkt nach vorne. "Homberg ist keine Mannschaft, mit der wir uns messen müssen. Aber am nächsten Samstag in Dülken, da müssen wir punkten, wenn wir in der Liga bleiben wollen. Und wenn wir es so angehen, wie heute, können wir das auch schaffen."

Die HSG begegnete dem Favoriten gestern auf Augenhöhe. In Hälfte eins wechselte die Führung ständig. Zur Pause hatten die Hausherren die Nase knapp vorne. Entscheidend war schließlich die Phase Mitte des zweiten Durchgangs. Aus einem 19:20 machten die Homberger schnell ein 26:21. "Aber selbst danach haben wir uns nicht aufgegeben", lobte Sven Esser die tolle Moral seiner Schützlinge, die zwar für ihre Verhältnisse ungewöhnlich viele Treffer kassierten, aber auch ungewöhnlich häufig trafen. So machte beispielsweise Neuzugang Pascal Prchala mit fünf Toren sein bislang bestes Spiel im HSG-Dress.

Beim Stande von 26:29 vergab die HSG zwei Chancen, noch einmal ganz nah heranzukommen. Am Ende lief ihr die Zeit davon. Sämtliche Maßnahmen wie eine offensive Deckung konnten die Niederlage nicht mehr verhindern. Es war jedoch eine Niederlage, aus der gefühlt zwei Teams als Sieger hervorgingen.

HSG Wesel: Busjan, R. Kalus - Heffels, J. Gorris (3/1), Fehlemann (5), Prchala (5), Rühl, Reinartz (3), F. Gorris (7), Nölscher (3), Weber (1), Walla (1).

(RP)