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Lokalsport: 23:35 - HSG präsentiert sich unterirdisch

Lokalsport : 23:35 - HSG präsentiert sich unterirdisch

Nach dem ersten Saisonsieg mit gestärktem Selbstvertrauen bei der DJK Unitas Haan antreten - so sah der Plan aus. "Davon war aber gar nichts zu sehen", musste Trainer Sven Esser nach den 60 Minuten einräumen. Seine Oberliga-Handballer der HSG Wesel lieferten stattdessen eine indiskutable Leistung ab. Mit 23:35 (9:17) bezog der Tabellendrittletzte eine auch in dieser Höhe verdiente Niederlage. "Man kann verlieren, auch mal in dieser Höhe. Aber die Art und Weise ging gar nicht", sagte der Coach.

Kurzfristig hatte die HSG auf Fabian Gorris verzichten müssen. Eine Schwellung an der Achillessehne ließ einen Einsatz nicht zu, Gorris konnte kaum normal laufen. "Er ist für uns sicherlich wichtig, aber sein Ausfall war nicht der Hauptgrund." Vielmehr haperte es im Spiel der Weseler in allen Belangen. "Wir haben schonungslos aufgezeigt bekommen, was passiert, wenn wir nicht alles abrufen", so der Trainer. Auch in Sachen Einsatz hätte er sich mehr gewünscht.

So fingen sich die Weseler viele Treffer durch Tempogegenstöße. "Da war einfach zu wenig Laufbereitschaft in der Rückwärtsbewegung. Die Spieler haben im Kopf nicht schnell genug umgeschaltet. Das wurde teilweise zu einem richtigen Scheibenschießen", sagte Esser. Nur zu Beginn lag die HSG vorne (1:0), bereits nach 16 Minuten hieß es 3:9. "Wir haben versucht, umzustellen, aber es wurde immer schlimmer." Bis auf 7:11 (23.) rückte der Gast zwar noch einmal heran, doch zur Pause war die Partie schon entschieden. Nach dem Seitenwechsel deutete sich eine leichte Besserung an, ohne dass der Auftritt der HSG Wesel allerdings wirklich annehmbar wurde. Etliche ausgelassene Chancen verhinderten eine Aufholjagd bereits im Ansatz. "Was wir gezeigt haben, war sicherlich nicht oberligareif", sagte Esser. Bis zur nächsten Aufgabe gegen Borussia Mönchengladbach (5. November) gehe es nun darum, "die Köpfe wieder freizubekommen".

Immerhin einen positiven Aspekt besaß die Partie doch. Marius Hünting kam zwischenzeitlich wieder im Tor zum Einsatz. Der ehemalige Dingdener hatte nach einem Kreuzbandriss rund acht Monate aussetzen müssen.

HSG: A. Schnier, Hünting - Abbing (1), Borowski (1), Hauenstein (2), Müngersdorf, Pobric (3), Kalus, Daniel Weber (4), Rühl, Dominik Weber (1), C. Schnier (1), Weghaus (4), Schwarz (6/4).

(R.P.)