2:1-Sieg für Hamminkelner SV im Kreispokal

Fußball : Hamminkelner SV qualifiziert sich für den Niederrheinpokal

Der Bezirksligist gewinnt in der letzten Runde des Kreispokals mit 2:1 gegen Westfalia Anholt. Am Sonntag ist der SC 1920 Oberhausen zu Gast.

Der Fußball-Bezirksligist Hamminkelner SV hat auch die letzte Hürde genommen. In der Abschlussrunde des Kreispokals setzte sich das Team am Donnerstagabend beim A-Ligisten Westfalia Anholt mit 2:1 (1:0) durch und qualifizierte sich damit für den Niederrheinpokal. Nun darf die Elf von Trainer Michael Tyrann darauf hoffen, in der ersten Runde einen attraktiven Gegner zugelost zu bekommen. Vor zehn Jahren besaß der HSV schon einmal Losglück, als ihm Rot-Weiss Essen beschert wurde (0:4).

„Wir legen unseren Fokus jetzt ganz auf den Pokal“, hatte der Hamminkelner Coach im Vorfeld der Partie gesagt. Allerdings musste er kurzfristig Bervedan Mengülogul, Pascal Bongers und Christian Blümer ersetzen. „Da mussten wir dann doch mit dem fast letzten Aufgebot antreten“, sagte Tyrann. Aber einer der wichtigsten Akteure war dabei. Tom Wirtz machte seinem Ruf als Torjäger mal wieder alle Ehre.

Gerade mal fünf Minuten waren gespielt, da forderten die Gäste einen Elfmeter. Lasse Hoffmann war im Strafraum am Fuß getroffen worden, doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. Zehn Minuten später pfiff er dann aber, als Wirtz geschubst worden war. „Ich finde, den kann man geben. Den gegen Hoffmann hätte man geben müssen“, sagte der HSV-Coach. Wirtz trat selbst an und verwandelte. Pascal Krause kurz vor dem 1:0 und Tom Klump (35.) besaßen weitere Chancen, während Keeper Sascha Tünte bei einem Freistoß von Tim Schwung glänzte (25.).

Im zweiten Durchgang agierte Westfalia Anholt weiterhin meist mit hohen Bällen. „Wir standen aber im Strafraum sehr sicher und haben nichts zugelassen“, sagte Tyrann. Nach 83 Minuten zog Tom Wirtz ab der Mittellinie davon, war nicht mehr einzuholen und machte mit dem 2:0 alles klar. Der Gegentreffer durch Ali El-Abbas in der 90. Minute war nur Ergebniskosmetik für Anholt. „Das ist das i-Tüpfelchen auf die ganz tolle Saison. Wir freuen uns riesig“, sagte der HSV-Coach, während seine Spieler ausgelassen in der Kabine sangen und feierten.

Bereits am morgigen Sonntag ist der HSV wieder gefordert – dann aber in der Bezirksliga. Um 15 Uhr empfangen die Hamminkelner den Tabellenachten SC Oberhausen. „Auch wenn es für uns um nichts mehr geht, wollen wir unseren Fans ein gutes Spiel zeigen und die Punkte daheim behalten“, so Tyrann.

Auch aus Oberhausener Sicht sind die Dinge geklärt. Grund dafür war eine Siegesserie von sechs gewonnenen Partien in Folge. Zuletzt musste sich der SC 1920 aber mit 1:2 gegen Sterkrade geschlagen geben. Personell sieht es im HSV-Lager nicht gut aus. Zu den Langzeitverletzten Felix Paus, Jörn Bergendahl, Jonas Ihlbrock und Raik Wittig kommen nun noch die Ausfälle von Christian Blümer und Stammkeeper Sascha Tünte, so dass Tyrann sein Team umbauen muss.

Hamminkelner SV: Tünte – Klein-Hitpaß, Sweers, Hütten, Fachantidis, Hollenberg, Müller (75. Quartsteg), Klump, Hoffmann (85. Kürekci), Wirtz, Krause.

(R.P./beck)
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