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Spielplatz in Wesel: Fusternberger sind wegen Lärm und Dreck verärgert

Am Spielplatz an der Clarenbachstraße : Fusternberger sind wegen Lärm und Dreck verärgert

Anwohner beschweren sich über Treffpunkte von jungen Leuten mit PS-starken Autos am Spielplatz an der Clarenbachstraße. Die CDU macht auf diese Missstände aufmerksam – und kritisiert zeitgleich die SPD.

Vor allem in den Sommermonaten ist in den Abendstunden auf dem Areal neben dem Spielplatz mit dem angrenzenden Basketballfeld an der Clarenbachstraße oft richtig was los. Der Bereich auf dem Fusternberg hat sich nämlich zu einem Treffpunkt von meist jungen Leuten mit PS-starken Autos (aus anderen Städten) entwickelt. Das berichten Anwohner übereinstimmend. Die sind nicht nur vom Lärm und der lauten Musik genervt, sondern auch vom Müll, der dort regelmäßig hinterlassen wird. Und nun soll neben dem Basketballfeld auch noch ein Unterstand gebaut werden. Den hatte die SPD im Februar 2021 beantragt, ohne im Vorfeld das Gespräch mit den Anliegern zu suchen. 

„Es ist aber nicht so, dass die Anwohner etwas gegen den Unterstand für Jugendliche haben. Es geht ihnen vielmehr darum, dass vorher das Lärmproblem gelöst wird“, sagt der für den Fusternberg zuständige CDU-Ratsherr Reinhold Brands. Zusammen mit seinem Parteifreund, dem sachkundigen Bürger André Nitsche, will er das Problem öffentlich machen und hat sich dazu mit unserer Redaktion an der Clarenbachstraße getroffen.

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An dem Spielplatz gab es in den vergangenen Monaten gleich zwei Versammlungen. Beim ersten von den Betroffenen organisierten Treffen Ende Mai 2021 seien gut 50 Anwohner und eine Mitarbeiterin der Stadt dagewesen, erzählen die beiden Christdemokraten. Die Verwaltung habe das Problem kleingeredet, beklagen sie.

Im August allerdings wurde das Thema im Jugendhilfeausschuss diskutiert und ein Ortstermin für Anfang November vereinbart. Der sei vom zuständigen Dezernenten Rainer Benien „auch hervorragend moderiert worden“, sagt André Nitsche. Bei diesem Treffen, an dem unter anderem die Polizei, das Ordnungsamt und zahlreiche Kommunalpolitiker teilnahmen, haben einige Anwohner ihren Unmut über die Situation deutlich gemacht.

Was Nitsche und einige Parteifreunde damals verärgert hat, sei die Art gewesen, wie einzelne Kollegen „der selbst ernannten Wesel-Partei und der Linken“ Anwohner verbal attackiert hätten, so Nitsche. Er und Brands („Wir stehen natürlich hinter den Bürgern“) hoffen nun, dass die Verwaltung im Verkehrsausschuss am 23. Februar eine Lösung des Problems präsentiert. Eine Regelung mit Absperrungen und Kontrollen wird geprüft.