Wesel: SPD will Gefahrenstelle entschärfen

Wesel: SPD will Gefahrenstelle entschärfen

Die Sozialdemokraten stellen einen Antrag auf Einbahnstraßenreglung im Bereich Westfalenweg/Blumenkamper Weg.

Schon seit Jahren kommt es im Niemandsland zwischen Blumenkamp und der Feldmark im Bereich Westfalenweg/Blumenkamper Weg immer wieder zu gefährlichen Verkehrssituationen. Vor allem die Kreuzung hinter der Unterführung Emmericher Straße ist äußerst unübersichtlich. Alle Blumenkamper, die schon mal die Abkürzung zum Nahversorgungszentrum Lackhausen genommen haben - und das dürfte die Mehrheit sein -, kennen die Problematik des Begegnungsverkehrs auf den äußerst schmalen Straßen. Blumenkamper Bürger waren es übrigens, die kürzlich auf den SPD-Ortsverein Feldmark/Blumenkamp zugegangen sind und der Partei ihr Leid geklagt und um Hilfe gebeten haben. Denn nicht selten geraten Fußgänger und Radfahrer auf dem genannten Streckenabschnitt in Gefahr. Denn einen Rad- oder Fußweg gibt es hier nicht.

Helmut Trittmacher und Cristin Rehberg, beides stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins, haben gestern zusammen mit weiteren Parteifreunden und Fraktionschef Ludger Hovest Pressevertreter zu einem Ortstermin eingeladen, um das Problem praxisnah zu schildern und auch direkt einen Lösungsvorschlag zu präsentieren. "Wir haben der Verwaltung eine Einbahnstraßenregelung vorgeschlagen", erklärt Helmut Trittmacher. Soll heißen: Autos, die von Blumenkamp auf dem Westfalenweg in Richtung Lackhausen unterwegs sind, sollen künftig an der Weggabelung hinter der Unterführung nur noch nach links in den Blumenkamper Weg fahren dürfen. Ebenfalls eine Einbahnstraßenregelung ist auf dem eigentlich nur für Anwohner freigegebenen Westfalenweg ab Hessenweg in Richtung Blumenkamp bis zur gerade erwähnten Weggabelung an der Unterführung angedacht.

Helmut Trittmacher und seine Mitstreiter sind überzeugt, dass ihr gestern an die Verwaltung geschickter Antrag Erfolg haben wird. Denn im Vorfeld haben sich die Genossen mit Gerd Füting vom Ordnungsamt unterhalten und von ihm das Signal erhalten, dass die Stadt dieses Vorhaben unterstützen wird. "Wir gehen davon aus, dass wir im Verkehrsausschuss im Februar ein Mehrheit für diesen Vorschlag bekommen können", sagt Trittmacher. Zumal ja auch nur vier Schilder angebracht werden müssten, um die Probleme zu lösen.

Ludger Hovest ist übrigens davon überzeugt, dass die Einbahnstraßenregelung, wenn sie denn tatsächlich kommt, keine Dauerlösung sein wird. Denn wenn in einigen Jahren das Hessenviertel erschlossen und eine neue Unterführung im Bereich der leerstehenden Grundschule am Mühlweg entstehen wird, müssen alle Wege und Straßen unter die Lupe genommen und die Verkehrsströme neu gelenkt werden. Um dafür zu sorgen, dass am Ende möglichst viele Verkehrsteilnehmer mit den neuen Straßenverläufen leben können, möchte Hovest zu gegebener Zeit zu Bürgerversammlungen einladen. Das aber wird sicherlich noch einige Jahre dauern.

(RP)