Wesel: SPD will erneut Sozialdezernenten stellen

Wesel : SPD will erneut Sozialdezernenten stellen

Noch nie waren die Verhandlungen, Mehrheiten zu schaffen, so kompliziert, wie nach dieser Kommunalwahl. Wichtiger Teil ist das Personalpaket, das unter dem besonderen Vorzeichen steht, dass SPD-Mann und Sozialdezernent Dirk Haarmann ab sofort als Bürgermeister nach Voerde geht. Fraktionschef Ludger Hovest reklamiert das Besetzungsrecht erneut für die SPD. Im Gegenzug habe er "kein Problem, die Entscheidung für das bewährte Personal bei städtischen Töchtern und in der Verwaltung mitzutragen".

Nächstes Jahr geht es um die Verlängerung der Posten für den Ordnungsdezernenten und die Stadtwerke-Geschäftsführung, später in der Wahlperiode um Bauverein und Kämmerer. Im Verhandlungsangebot für die kleinen Fraktionen FDP, Linke und WWW-Piraten hat Hovest auch die Ausweitung der kleineren Ausschüsse von 15 auf 17 Sitze. Dadurch gibt es für jede Fraktion Rede- und Stimmrecht - eine Forderung der "Kleinen", die Hovest anfangs nicht erfüllen wollte.

Die SPD strebt ebenso wie die CDU inhaltliche Verabredungen an, denn angesichts des bunten Wahlergebnisses wird es wohl keine festen Bündnisse, sondern Zusammengehen von Fall zu Fall geben. Hovest ist klar, dass sich alte Politik-art nicht mehr halten lässt: "Das wird ein neuer Stil mit nicht so festen Strukturen im Rat." Der Verhandlungsprozess werde dauern.

(thh)
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