Kreis Wesel: SPD kritisiert Kreis wegen Heilpraktiker

Kreis Wesel: SPD kritisiert Kreis wegen Heilpraktiker

Die SPD-Fraktion im Weseler Kreistag kritisiert, dass der Heilpraktiker, gegen den wegen fahrlässiger Tötung derzeit ermittelt wird, weiter im Kreis Wesel praktizieren darf.

Die Kreisverwaltung hatte im Sozialausschuss jüngst klargestellt, dass der in Moers ansässige Heilpraktiker die Untersagung seiner Tätigkeit vor Gericht habe aufheben lassen. Somit kann die entsprechende Verfügung des Kreises Wesel nicht umgesetzt werden. Gleiches gelte auch für den Kreis Viersen, der bereits erfolglos gegen den Gerichtsbescheid Beschwerde eingereicht hat. Die des Kreises Wesel laufe noch, teilt die Kreis-SPD jetzt mit.

"Solange unklar ist, ob der Mann in einem "Biologischen Krebszentrum" in Brüggen seinen Patienten den nicht zugelassenen Wirkstoff "3-Bromopyruvat" verabreicht haben soll und deswegen einige Menschen gestorben sein sollen, ist es ein Skandal, dass der ,Heilpraktiker' weiter praktizieren darf", sagt die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Gertrud Seel. und fordert sofortige politische Konsequenzen.

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Die Bundesregierung müsse das Heilpraktikergesetz aus dem Jahr 1939 novellieren. "Wir brauchen neue, klare Vorgaben für die Genehmigung, Ausbildungsinhalte und die Aufsicht über die Heilpraktiker", sagte Seel. Nur so könne man die Bevölkerung vor den schwarzen Schafen unter der Heilpraktikerzunft schützen.

Der Kreis Wesel war auf Grundlage von mehrfachen gesundheitstechnischen und juristischen Überprüfungen zu der Einschätzung gekommen, dass in seinem Zuständigkeitsbereich keine rechtliche Handhabe für eine Untersagung der Tätigkeit des umstrittenen Heilpraktikers besteht.

(RP)