SPD in Wesel fordert: Ex-Kanuheim nicht verkommen lassen

Weseler Lippezentrum geplant : SPD: Ehemaliges Kanuheim nicht verkommen lassen

Dass der Plan, das frühere Kanuheim auf dem Fusternberg in ein Infozentrum des Lippeverbandes umzubauen, bislang noch nicht realisiert wurde, ärgert die SPD. Womöglich sei nun die Stadt gefordert, heißt es.

Wolfgang Spychalski, stellvertretender Vorsitzender der Weseler SPD-Fraktion, hat in einem Brief an Bürgermeisterin Ulrike Westkamp beklagt, dass die Zukunft des ehemaligen Gästehauses des Kanuverbandes am Lippehafen (Otto-Vorberg-Haus) ungewiss sei.

„Das Haus auf dem Fusternberg in einer sehr schönen Lage darf unseres Erachtens nicht leer stehen und langsam verrotten“, meint Wolfgang Sychalski. Sein Parteifreund, der ehemalige Landtagsabgeordnete Norbert Meesters, habe die Idee gehabt, dass der Lippeverband die Trägerschaft des Hauses übernimmt und zu einem Informations- und Tagungszentrum umgebaut werden soll. Dieser Vorschlag sei auch vom Lippeverband begrüßt worden, ein Tätigwerden allerdings an eine Förderung durch die Landesregierung geknüpft worden. „Seit Monaten ist zu diesem Thema nichts mehr zu hören beziehungsweise wird auf eine Entscheidung der Landesregierung gewartet. Dort scheint sich allerdings nichts zu tun und Initiativen aus der Region für das Gästehaus sind auch nicht sichtbar“, bedauert Sychalski. Weil ein „Warten auf den Sankt-Nimmerleins-Tag“, bis in Düsseldorf eine Entscheidung falle, nicht erfolgversprechend sei, müsse jetzt zur Not die Stadt Wesel selbst aktiv werden. Aus diesem Grund beantragt er, dass die Verwaltung das Thema in der nächsten Sitzung des zuständigen Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Nachhaltigkeit auf die Tagesordnung nehmen und über den aktuellen Sachstand berichten möge. Auch solle ein Vertreter des Lippeverbandes eingeladen werden.

Mit dem Lippeverband hatte unsere Redaktion bereits am Mittwoch über das Thema gesprochen. Wie berichtet, finden derzeit Gespräche zwischen Verband und Umweltministerium statt. Man sei dabei, verschiedene Varianten zu prüfen. Daraus resultiere, dass man in den nächsten Monaten Gespräche mit infrage kommenden Kooperationspartnern für einen möglichen Betrieb führen werde, erklärte eine Sprecherin des Verbandes. Ähnlich äußert sich jetzt auch eine Sprecherin des Düsseldorfer Umweltministeriums. Das Ministerium befinde sich mit dem Lippeverband in guten Gesprächen, heißt es.

Im Otto-Vorberg-Haus sind zwar keine Übernachtungen und Feierlichkeiten mehr möglich, an den Wochenenden erhalten Gäste allerdings noch kühle Getränke bei Verwalterin Ilka André.

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