Sommer-Radtour 2019 der CDU durch Hamminkeln und Ringenberg

Mit dem Rad durch Hamminkeln : Tour zu Storch und Spezialitäten

Um heimische Produkte ging es bei der Sommer-Radtour des CDU-Stadtverbands, die durch die Dörfer Hamminkeln und Ringenberg führte.

Fast 50 Personen haben an der Sommer-Radtour des CDU-Stadtverbandes teilgenommen. Vorsitzender Norbert Neß begrüßte neben Vizebürgermeisterin Anneliese Große-Holtforth und Fraktionschef Dieter Wigger als Gast den Landratskandidaten Ingo Brohl aus Moers.

Am Schloss Ringenberg begrüßte Christof Schmidt-Rotthauwe die Gruppe zur ersten Etappe und führte durch das ehrwürdige Gemäuer. „Unsere historische Spezialität“, stellte CDU-Vorsitzender Norbert Neß nach der Besichtigung fest. Denn: Das erste Burghaus aus dem 13. Jahrhundert hatte die beinahe revolutionäre Loslösung der Freigrafen von Dingden vom Münsteraner Bischof markiert. Sogar über stadtähnliche Rechte verfügte Ringenberg viele Jahrhunderte lang, musste keine Abgaben an höhere Instanzen entrichten. „Ein Zustand, der heute auch ganz schön wäre“, so Schmidt-Rotthauwe. Früher war nämlich das Amt Ringenberg der Regierungssitz der umliegenden Gemeinden und Ortschaften.

Bei Holz Pieper lernten die Radler bei der Werksbesichtigung mit Unternehmenschef Werner Pieper, dass sich die Ringenberger Schreinerei neben Fußbodenhölzern auf die Verarbeitung von Eichenholz für Fensterprofile besonders spezialisiert habe. Aus den USA lässt das Unternehmen die Oak-Bretter einschiffen. „20 Prozent des US-Eichenimports nach Deutschland gehen zu uns nach Ringenberg“, erläuterte Pieper, dessen Vater noch vor allem bei den heimischen Bauern und Waldbesitzern das Holz für die Weiterverarbeitung erworben hatte. Die in Ringenberg vollendeten Fensterprofile, die ausschließlich aus Eiche produziert werden, gehen an den Großhandel in Deutschland, Österreich, Polen und der Schweiz.

Der CDU-Tross orientierte sich dann an kulinarischen Spezialitäten: Heimische Produkte bieten zum Beispiel Ralf und Sabine Rüsken an der vom Hamminkelner Verkehrsverein (HVV) gestifteten Sitzbank für Radtouristen und Spaziergänger an. Ein Fernglas steht für Hobby-Ornithologen ebenfalls bereit. Lebhaft schilderte Ralf Rüsken der Gruppe, wie er sich mit seiner Familie und den Nachbarn seit dem Frühjahr um die Storchen-Ansiedlung bemüht hat. Und das sehr erfolgreich, denn tatsächlich kam Nachwuchs zur Welt.

Um Nachhaltigkeit drehte sich unter anderem die Verkostung bei Rainer van Nahmen in der Hamminkelner Obstmosterei. Der Senior­chef berichtete, dass sich aufgrund der klimatischen Veränderungen der Blütezeitraum der Äpfel in den vergangenen 30 Jahren um elf Tage nach vorn verschoben habe. Bier-Sommelier Wilhelm Kloppert begrüßte die Gruppe abschließend auf dem Hof seiner Brauerei.

(thh)