Wesel: So schmeckt der Niederrhein

Wesel: So schmeckt der Niederrhein

Der Verein "Genussregion Niederrhein" wird in diesem Jahr zum sechsten Mal auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vertreten sein. Dort wollen die Mitglieder ihre regionalen Erzeugnisse deutschlandweit bekannt machen.

Sie fahren nach Berlin. Denn nicht nur die Niederrheiner sollen wissen, wie die Region schmeckt, sondern auch die Hauptstadtbewohner inklusive des Fachpublikums sollen daran teilhaben. Zum sechsten Mal reist der Verein Genussregion Niederrhein für zehn Tage - vom 20\. bis 29\. Januar - auf die Internationale Grüne Woche. Mit dabei sind 16 Betriebe aus zwölf Kommunen, die in den Kreisen Wesel, Kleve und Borken liegen. Motto diesmal: Regionaler Geschmack.

Einen kleinen Ausblick gab es am Mittwoch bereits bei der Vorstellung der Produkte und Aktionen, mit denen man seinen Beitrag in der NRW-Halle leisten möchte. Und da läuft sicher so manchem das Wasser im Mund zusammen. Etwa, wenn Gerd Graaf aus Schermbeck von seinen süß-sauer eingelegten Gurken spricht. Er möchte den Geschmackstest machen, um am Ende zu wissen, ob er mit seiner Theorie richtig liegt. Der Bauer will nämlich festgestellt haben: Je weiter man nach Osten kommt, desto saurer müssen die Gurken sein.

Oder wie wär's mit dem Dinkelbier von Walter Hüsges aus Büderich, der in diesem Jahr mit seiner kleinen Privatbrauerei sein Zehnjähriges feiert und einen Ausspruch von Hildegard von Bingen bemüht, die das sehr milde Bier rühmte: "Ein Tag ohne Bier ist ein Gesundheitsrisiko."

  • Emmerich : Niederrhein prägt den Katholikentag

Regine Rülfing aus Rhede stellt ihren Auftritt unter das Motto "Das Bentheimer Schwein trifft Majoran". Im Klartext: Auch hier wird getestet, und zwar eine Leberwurst, mal mit mehr, mal weniger Majoran. Diverse Kostproben hat auch die Krautfabrik Koppers aus Goch im Gepäck, mal süß, mal herzhaft - je nach Belieben auf dem Brot oder als Dessert. Neu dabei ist der Wasserbüffelhof Kragemann aus Barlo mit seinem Mozzarella sowie viele andere mehr.

Landrat Ansgar Müller zeigte sich gestern sehr angetan. Die Werbung für den Niederrhein wirke sich gleichermaßen auf die heimische Landwirtschaft. Denn sie mache Lust die Region auf dem Teller und im Glas zu erleben. Und nicht nur am Niederrhein-Stand können die Produkte genossen werden, auch in der NRW-Lounge, dem Cateringbereich für das Fachpublikum, sind drei Betriebe vertreten: Die Forellenzucht Naroda aus Schermbeck, die Kervendonker Damwildspezialitäten sowie die Kräutergärtnerei Schenkendorf aus Alpen, die die Kräuterdekoration für die Bühne liefert.

Vielleicht wollen danach auch Caterer, die nicht am Niederrhein heimisch sind, die Waren aus dem hiesigen Landstrich in ihre Menüs und Angebote einfließen lassen. Ullrich Langhoff, der Genussbotschafter für die Region, ist jedenfalls stolz auf das Engagement der Mitgliedsbetriebe: "Frische saisonale Produkte, hausgemachte Spezialitäten und alte Handwerkstradition sind ein tolles Aushängeschild für den Niederrhein."

(P.H.)
Mehr von RP ONLINE