Seniorenbeierat stellt zwei neue Mitfahrerbänke für Schermbeck vor

Schermbeck : Zwei Mitfahrerbänke jetzt auch in Schermbeck

Kostenlos nach Gahlen und zurück zum Ortskern: Der Seniorenbeirat stellte ein neues Projekt für Bürger ab 16 Jahren vor.

Zwei Jahre nach der Beantragung von zwei Mitfahrbänken stellte am Mittwoch der gemeindliche Seniorenbeirat diese Bänke vor, die ab sofort von der Bevölkerung genutzt werden können.

Manfred Knappernatus und der Vorsitzende Friedhelm Stoltenberg schilderten den Hergang: Als der Antrag des Seniorenbeirats in der Sitzung des Bau- und Denkmalausschusses am 18. April 2018 erstmals behandelt wurde, wurde die Idee zwar grundsätzlich begrüßt, aber die Gemeindeverwaltung verwies auf kritische Punkte. Es sei weder eine Kontrolle der Fahrer noch der Mitfahrer gegeben. „Dies könnte“, so die Verwaltung, ein Risiko für die potenziellen Nutzer darstellen. Insbesondere der Schutz von Kindern und Jugendlichen sei zu berücksichtigen. Eine durch die Gemeinde initiierte Mitfahrgelegenheit suggeriere eine seriöse und sichere Beförderung, die aber nicht gewährleistet werden könne.

Deshalb solle auf einem Hinweisschild für die Mitfahrerbank deutlich sichtbar auf die Nutzung auf eigene Gefahr aufmerksam gemacht werden. Die Finanzierung war noch nicht gesichert. Grünes Licht gab es für das Projekt erst in der Sitzung am 10. Juli. Die ersten beiden Bänke stehen in Schermbeck und in Gahlen. An der Schermbecker Bank zwischen den großen Blumenkübeln am Rathaus-Vorplatz steht das Schild „Mitfahrerbank, Richtung Gahlen“. Die Gahlener Bank mit dem Mitfahrangebot nach Schermbeck steht an der Einmündung der Haus-Gahlen-Straße in die Kirchstraße.

Die Benutzung der Bank ist einfach. Sie ist gedacht für Personen ab 16 Jahren, insbesondere für ältere Bürger und solche, die über kein eigenes Fahrzeug verfügen oder nicht über das Haushaltsbudget, um ein Taxi zu nehmen. Wer auf der Bank sitzt oder vor ihr steht, signalisiert den Autofahrern, dass er gerne kostenlos mitfahren möchte.

Umgekehrt kann der Autofahrer erkennen, dass dort jemand sitzt oder steht, der gerne mitfahren möchte. „Das alles geschieht nur auf der Basis des größten gegenseitigen Vertrauens“, stellte Knappernatus fest. Selbstverständlich könnten die Bänke auch weiterhin normal zum Sitzen bei entsprechend dankend ablehnender Geste gegenüber anhaltenden Autofahrern genutzt werden.

Sollten sich die beiden Bänke bewähren, dann wird sich der Seniorenbeirat um weitere Mitfahrbänke bemühen. Als denkbare Verbindungsstrecken wurden genannt: Schermbeck mit Damm, Schermbeck mit Hünxe, Altschermbeck mit Dorsten und Altschermbeck mit Erle und Raesfeld.

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