Wesel Sechs Lehrer verlassen KDG

Wesel · Abschied für sechs altgediente Pädagogen am Konrad-Duden-Gymnasium: Renate Brützel, Inge Eich-Bückmann, Marlene Loose, Rolf Loose, Thingolf Niedworok und Klaus Schoch gehen in den Ruhestand.

 Sechs frische Ruheständler und ein Oldtimer: Mit seinem Buick von 1925 hatte Schulleiter Dr. Heinzgerd Schott am Morgen seine scheidende Stellvertreterin Renate Brützel (M.) abgeholt. Mit ihr verlassen Rolf und Marlene Loose (l.), Inge Eich-Bückmann (r.) Thingolf Niedworok und Klaus Schoch (hinten v.l.) das KDG.

Sechs frische Ruheständler und ein Oldtimer: Mit seinem Buick von 1925 hatte Schulleiter Dr. Heinzgerd Schott am Morgen seine scheidende Stellvertreterin Renate Brützel (M.) abgeholt. Mit ihr verlassen Rolf und Marlene Loose (l.), Inge Eich-Bückmann (r.) Thingolf Niedworok und Klaus Schoch (hinten v.l.) das KDG.

Foto: malz

"Wir haben was für den Staat getan und für die Kinder. Dafür hatten wir einen sicheren Job und ein tolles Arbeitsklima. Da sollten wir stolz und dankbar sein", fasste Inge Eich-Bückmann (63) die Gefühlslage auch der Kollegen zusammen. Die bekannte Kunstlehrerin wird heute ebenso am Konrad-Duden-Gymnasium verabschiedet wie Renate Brützel (61, Chemie, Mathe), Marlene Loose (62, Mathe), Rolf Loose (62, Mathe, Physik), Thingolf Niedworok (67, Sport, Erdkunde) und Klaus Schoch (62, Sport, Englisch).

Vier blicken auf rund dreieinhalb Jahrzehnte am KDG zurück, kennen die Schule noch aus den Zeiten am Herzogenring (heute Amtsgericht). Marlene Loose ist seit 1983 dabei, Renate Brützel erst elf Jahre. Alle haben Spuren hinterlassen, Generationen von Schülern geprägt, Brützel als stellvertretende Schulleiterin zudem besondere Verantwortung getragen. Zum Dank hat sie eine Motto-Woche: Montag gab's ein Ständchen, Dienstag Blumen, gestern Morgen am Lauerhaas persönliche Abholung von Chef Dr. Heinzgerd Schott in dessen Buick Standard Six von 1925. Und heute wird Brützel mit einem Frühstück überrascht.

Freundlich und leistungsstark

Das scheidende Sextett macht einen aufgeräumten Eindruck. Alle freuen sich auf Selbstbestimmung, Zeit für ihre Enkel und für ihre persönlichen Leidenschaften — von Kunst bis Sport. Alle loben die Atmosphäre im Kollegium und in der Schule allgemein. Freundlich und leistungsstark sei die Schülerschaft. Als Zeichen für den guten Ruf des KDG betonte Brützel, dass sich die Referendare darum reißen würden, an der Schule bleiben zu dürfen.

Eich-Bückmann blickt gern darauf zurück, wie sie mit Schülern Ausstellungen im alten Wasserturm an der Brandstraße organisieren konnte. Schoch ist die treibende Kraft für den Zirkus Butterfly, der in den letzten 20 Jahren in der ganzen Region bekannt ist. Bei Nachfolger Florian Bertling (Mathe, Physik) und weiterhin Sebastian Eifert weiß er ihn nun in guten Händen.

Beispiele für KDG-Verbundenheit weiß auch Schoch. So freut es ihn sehr, dass drei seiner Ex-Schüler heute zum Kollegium gehören, und dass der 1996 eingeführte Leistungskurs Sport (heute in Kooperation mit dem Andreas-Vesalius-Gymnasium) weiter im Angebot ist.

Für Brützel war die Organisation des Ganztagsbetriebs eine große Herausforderung. "Eine wichtige und richtige Entscheidung", sagt sie. "Unangenehm ist nur, was von oben kommt. Dass die einen mal nicht ein paar Jahre in Ruhe arbeiten lassen können", kommentiert sie Veränderungen durch Schulpolitik. Personelle Veränderungen im 81-köpfigen Kollegium sind indes normal. Jetzt ändert es wieder einmal sein Gesicht.

(RP/rl)
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