Wesel: Schulverbund: Büdericher Eltern wollen Entscheidung

Wesel: Schulverbund: Büdericher Eltern wollen Entscheidung

Bei einem Treffen mit Schuldezernent Dirk Haarmann und Karl-Wilhelm Schweden, Leiter des Grundschulverbundes Büderich/Ginderich, haben Eltern von künftigen i-Dötzchen Dienstagabend massive Kritik an der Politik geübt. Eingeladen waren 34 Eltern, die ihre Kinder in Büderich angemeldet haben, 16 waren erschienen.

Wie Schulleiter Schweden gestern auf Anfrage mitteilte, hätten sich beispielsweise zwei Eltern darüber aufgeregt, wie die Politik auf die Idee kommen könne, "dass wir unsere Kinder am Standort Ginderich anmelden, nur damit dort eine Eingangsklasse gebildet werden kann". Bemängelt wurde außerdem, dass die Politik und einige Gindericher Eltern in die Öffentlichkeit gegangen seien, ohne zuvor mit den Eltern der künftigen Erstklässler zu sprechen, die einen jahrgangsübergreifenden Unterricht nicht wollen. "Die Eltern möchten wissen, wohin ihre Kinder gehören. Deshalb hoffen alle, dass im Schulausschuss eine Entscheidung gefällt wird, damit endlich Ruhe einkehrt", so Schweden.

Er hofft, dass Haarmann diese Botschaft heute auch so im Schulausschuss (16.30 Uhr) verkünden werde. Der Schuldezernent an, dass er ausführlich über das Treffen mit den Eltern berichten und deutlich machen werde, dass die Verwaltung schulrechtlich verpflichtet sei, den Schulverbund aufzulösen. Das möchte die CDU verhindern.

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Angesprochen auf den Bürgerantrag der Piraten, die rumänische Familien mit Kindern nach Ginderich lotsen wollen, um die Schule zu retten, (RP berichtete), sagte Haarmann: "Mir fehlt der Glaube, dass so etwas funktioniert. Außerdem wäre das nicht förderlich für die Dorfstruktur." Über den Antrag der Piraten könne der Ausschuss zwar diskutieren, doch werde über ihn nicht abgestimmt. SPD-Fraktionsvorsitzender Ludger Hovest ging die Piraten gestern massiv an: "So doof, einen solchen Vorschlag zu machen, kann man nicht sein. Wenn Politik einer Dorfgemeinschaft einen solchen Zuzug vorschreiben will, scheitert das." Und die CDU müsse das Aus der Schule anerkennen.

(kwn)
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