Schützenfest in Bricht: Bastian Reßing neuer König

Schermbecker Schützen : Die neuen Regenten in Bricht

Bastian Reßing beendet die königslose Zeit in Bricht. Bei den Brichter Kinderschützen gilt schon die Gleichberechtigung. Am kommenden Wochenende startet das eigentliche Schützenfest.

(hs) Oberst Carsten Unverzagt strahlte. Die Talfahrt des Brichter Schützenvereins ist vorbei; es geht wieder aufwärts. Nach einem Jahr ohne einen König, konnten die Brichter Grünröcke wieder einer Majestät zujubeln. Der 21-jährige Bastian Reßing wurde auf dem Platz vor dem Schießstand jubelnd begrüßt und wenig später auf den Schultern der Schützenkameraden den wartenden Zuschauern präsentiert. Als Hauptmann Marc Anschütz am Sonntag etwa 20 Schützen antreten ließ, lief alles nach dem gewohnten Ritual ab. Oberst Carsten Unverzagt erläuterte auch die diesjährige Änderung. Erstmals wurde parallel zum Königsschießen das Plakettenschießen veranstaltet.

  Als König des Jahres 2017/18 eröffnete André Anschütz im Schießstand am „Schwarzen Adler“ im 247. Vereinsjahr das Schießen mit dem KK-Gewehr auf die 50 Meter entfernte Zehner-Ringscheibe. Die Schießleitung übernahm Björn-Holger Schledorn. Als Nachfolger von Ingo Kufferath protokollierte erstmals Pascal Wefelnberg die Schießergebnisse.

Die Begeisterung früherer Zeiten, als die höchstmögliche Ringzahl 20 bei zwei Schüssen im Übermaß im Protokollbuch notiert wurde und die Zahl der Stechen kaum ein Ende nehmen wollte, sind noch nicht wieder erreicht, aber immerhin gelang es unter den 15 Königsaspiranten dem 21-jährigen Bankkaufmann Bastian Reßing, die Königswürde mit 18 Ringen zu erringen. „Man muss ja den Verein retten, und ich bin ja jung genug“, erklärte Bastian Reßing seine Bereitschaft zum Königsschuss, zu dem er auch durch die Schießgruppe „Dabei is alles“ ermuntert worden sei.

Wenig später stellte Bastian Reßing seine Königin vor. Marita Paffen wird am kommenden Wochenende neue Brichter Regentin. Die 20-jährige Anästhesieschwester stammt aus einer schützenfestfreudigen Familie. Ihr Vater Klaus regierte im Jahre 2013 mit Edith Dickmann. Bruder Tim ist Spieß der Brichter Schützen und machte schon als Rhabarberkönig Karriere. Zum geplanten Thron gehören Hendrik Reßing/Fabia Dierks und Jannes Unverzagt/Jessica Brand.

Den Jugendpreis gewann Nils Lenuck mit der höchstmöglichen Ringzahl 20. Beim Juniorenpreis mussten Jannes Unverzagt, Nico Hatkemper und Cedric Conrad noch einmal ins Stechen. Der Sieger wird am kommenden Wochenende geehrt. Das Damenpreisschießen gewann Marlies Janßen mit 20 Ringen.    Was bei den erwachsenen Brichter Schützen noch nicht möglich ist, lebt der Vereinsnachwuchs vor. Jungen und Mädchen traten gleichberechtigt zum Schießen an. Drei Stunden lang durften die Kinder beliebig viele Probeschüsse abgeben. Danach entschieden drei Schüsse über den Sieg. Luisa Brilo erreichte mit 27 Ringen das beste Ergebnis. Damit errang sie zugleich die Königinnenwürde, die ihr am kommenden Wochenende offiziell erteilt wird. Einen König hat sich die achtjährige Schülerin der Maximilian-Kolbe-Schule auch schon erwählt. Es ist der achtjährige Maximilian Rattka, mit dem sie derzeit auch das Kinderschützen-Königspaar in Dorsten (St. Marien) stellt.

(hs)
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