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Wesel: Schützen streichen für Schüler

Wesel : Schützen streichen für Schüler

Weil die Jeki-Gruppe jedes Jahr den Nikolausumzug der Fusternberger Schützen mitgestaltet, bedankte sich der Verein nun bei der Schule. Statt Geld gab es einen renovierten Klassenraum.

Trotz Ferien herrschte am vergangenen Samstag fleißiges Treiben in der Fusternberger Grundschule. Mitglieder des Schützenvereins Fusternberg hatten es sich zur Aufgabe gemacht, den Klassenraum der Klasse 4a zu renovieren und zu verschönern. Dieses besondere Projekt entstand unter anderem durch die gemeinsame Durchführung des Nikolausumzuges des Schützenvereins und der Grundschule Fusternberg.

"Bei dem Nikolausumzug erhalten wir jedes Jahr Unterstützung durch die Jeki-Gruppe der Grundschule. So kommt jedes Jahr auf der Bühne ein anschauliches Orchester zusammen", erklärte André Nitsche, Bataillonskommandeur des Vereins. Viele der Schützen besäßen außerdem eine große Verbundenheit mit der Grundschule, da sie diese vor vielen Jahren selber besuchten. Nun sei es an der Zeit gewesen, "Danke" zu sagen. "Wir haben uns schließlich überlegt, nicht mit Geld, sondern mit etwas Handwerklichem auszuhelfen", so Nitsche. Die Schule suchte daraufhin den zu renovierenden Klassenraum aus.

Der einst recht triste Unterrichtsraum soll nun in neuen Farben erstrahlen. Diese durften die Schüler der Klasse 4a im Voraus selber bestimmen und wählten ein helles Blau und ein sonniges Gelb. Finanziell wurde das Projekt allein von dem Schützenverein getragen. "Uns ist auch wichtig zu zeigen, dass wir hier in Fusternberg versuchen, uns gegenseitig zu helfen. Ein Schützenverein ist eben auch mehr, als viele Leute vermuten. Uns ist der soziale Zusammenhalt besonders wichtig", betonte André Nitsche. Die Stadt Wesel habe auf das Projekt sehr positiv reagiert und sich gefreut, dass der Verein so hilfsbereit agiere. "Wir sind aber auch einfach sehr heimatverbunden und wollen etwas für Fusternberg machen und diesem Stadtteil besonders behilflich sein", fügte er hinzu.

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Insgesamt sechs freiwillige Helfer unterstützen die Aktion, die den ganzen Samstagvormittag in Anspruch nahm. Bei den hochsommerlichen Temperaturen war das keine leichte Aufgabe. Da konnte auch der hartgesottenste Schütze schnell ins Schwitzen geraten. Dennoch kamen die Arbeiten gut voran. "Wir haben bewusst keine Eltern mit eingebunden, da sie zum Teil für ihre Kinder und in der Schule bereits sehr aktiv sind", erklärte Nitsche. Ob so ein Projekt noch einmal zustande kommen wird, bleibt offen. "Trotzdem haben wir noch viele gemeinsame Nikolausumzüge vor uns", fügte Nitsche lächelnd hinzu. Die 4a kommt jedoch nicht mehr in den Genuss, in dem neu gestrichenen Klassenraum unterrichtet zu werden, denn nach den Ferien wird der Raum von einer ersten Klasse übernommen. Diese kann sich nun aber auf den Schulbeginn und den ersten Schultag besonders freuen.

(tkohl)