Schützen besuchen Hamminkeln

Schützen besuchen Hamminkeln: Vereine stärken die Toleranz

Grüne Hüte, grüne Fahnen, grüne Uniformen, dazwischen elegante Damen in farbenfrohen Roben: Im Hamminkelner Rathaus stand wieder der große Empfang für ansässige und befreundete Schützenvereine auf dem Programm.

Ursprünglich war der Termin in der Mehrhooger Begegnungsstätte geplant, doch die war für 120 Gäste zu klein. Der Empfang ist eine Tradition, die der frühere Bürgermeister Heinrich Meyers initiiert hatte. 17 Vereine sind dabei zusammenkommen, davon 14 aus dem Hamminkelner Stadtbereich und drei Nachbarn: aus Wittenhorst-Töven-Sonsfeld, Bergerfurth und Blumenkamp. Am zahlreichsten waren die Abordnungen des Schützenvereins St. Johann Brünen und des Jungschützenvereins Hamminkeln.

In seiner Begrüßungsrede bewies Bürgermeister Bernd Romanski seine Nähe zu den Schützen. Zu jedem Verein konnte er einige Worte verlieren, schließlich war er bei den meisten Festen dabei. So erinnerte er sich an die „eher spontane Entscheidung“ des Lankerner Schützenkönigs beim Vogelschießen mitzumachen, beglückwünschte die Havelicher zur neuen Fahne, die sie zum 100. hatten anfertigen lassen und wusste, dass die Königin aus Nordbrock die Krone von ihrer Mutter übernommen hatte.

Es ging aber auch um die Wichtigkeit der Vereinskultur für die Stadt, in der es fast 6000 Schützen gibt: „Unsere Vereinsstruktur hier in Hamminkeln mit vielen engagierten Menschen führt eindeutig zu einem besseren Lebensgefühl und ist damit weniger anfällig für extremistische Tendenzen.“ Er habe mit den Gästen aus der Partnerstadt Neuhardenberg (Brandenburg) während deren Besuch über die Demonstrationen und Aufmärsche in den neuen Bundesländern gesprochen: „Ein wesentlicher Aspekt der Unzufriedenheit scheint das Fehlen von Ehrenamtlichen und Vereinsstrukturen zu sein.“ Deshalb lobte er alle Beteiligten, die „im Sinne des Gemeinwohls“ aktiv seien: „Sie tragen die Verantwortung, die die Solidarität und Toleranz fördern.“

(meko)
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