Schüleraustausch des Konrad-Duden-Gymnasiums mit Hagerstown

Austausch in Wesel : Weseler Schüler in USA für TV befragt

Eine Gruppe des Weseler Konrad-Duden-Gymnasiums ist derzeit in der US-Partnerstadt Hagerstown zu Gast.

Malin scheint es auf jeden Fall zu gefallen. „Ich mag es hier sehr, ich will die Kultur kennenlernen und mir eine Menge ansehen“, sagt die 16-Jährige in die TV-Kamera. Ihre Freundin Celina ergänzt: „Wir wollen eine Menge Freunde treffen, die Schule und die Stadt besuchen.“ Die beiden Schülerinnen gehören zu der Gruppe des Konrad-Duden-Gymnasiums, die gerade in die USA geflogen ist, um dort die Partnerstadt Hagerstown zu besuchen. Und kaum waren sie eingetroffen, schaute  ein US-Fernsehsender vorbei, befragte die Weseler Jugendlichen nach ihren ersten Eindrücken und schon waren Malin und Celina im TV. So war bereits der Beginn des dreiwöchigen Austauschs ein echtes Erlebnis, denn wann ist man schon einmal im US-Fernsehen zu sehen?

„Für die lokalen Fernsehsender ist es immer ein besonderes Ereignis, wenn die Austauschschüler aus Deutschland kommen“, berichtet Claus-Dieter Schmidtke. Er gehört zu den Lehrern, die den Austausch mit der Partnerstadt organisieren und war selbst bereits dreimal mit in den USA. Diesmal ist er in Wesel geblieben, steht aber in engem Kontakt mit der Schülergruppe.

In Hagerstown habe die Partnerschaft eine besondere Bedeutung, weil der  Gründer der Stadt selbst ein Deutscher gewesen sei und man die deutschen Wurzeln bis heute pflege. Die Verbindung zwischen Hagerstown und Wesel ist zudem eine der ersten offiziellen Städtefreundschaften nach dem Krieg. Sie entstand in den 50er Jahren und wird bis heute gepflegt. Und seit den 80er Jahren gibt es auch den Austausch auf Schulebene. Alle zwei Jahre fliegen Weseler Gymnasiasten nach Hagerstown, ein Jahr später kommen dann die Gastgeberkinder im Gegenzug nach Wesel. Diesmal haben sich 15 Schüler mit ihren Lehrern Claudia Fieting, Silke Ostermann und Christoph Neumann in den Flieger nach Amerika gesetzt. Ein Platz im Austauschprogramm ist begehrt, daher mussten die Lehrer im Vorfeld eine Auswahl treffen. Dabei haben weder die Noten noch die Englischkenntnisse eine Rolle gespielt.

Finanzieren müssen die Eltern die Reise selbst, Unterstützung gibt es beim Programm vom Partnerschaftsverein Hagerstown. Die Jugendlichen besuchen die High School, lernen das US-Schulsystem kennen, aber es gibt auch ein Ausflugsprogramm. So werden New York und Philadelphia besucht. Kurz vor Ostern werden die Schüler zurückkehren - mit vielen Eindrücken und TV-Erfahrung im Gepäck.

(zel)
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