Hamminkeln: Schüler lernen Berufe kennen

Hamminkeln : Schüler lernen Berufe kennen

In der Gesamtschul-Sporthalle informierten 35 regionale Firmen über Ausbildungsmöglichkeiten.

Insgesamt 35 Firmen, Behörden und Institutionen aus Bereichen wie Bau, Gesundheit, IT oder Verwaltung präsentierten sich jetzt beim Berufemarkt der Hamminkelner Gesamtschule in der Sporthalle. Mehr als 200 Gesamtschüler der neunten Klassen waren verpflichtet worden, nach ihrem zweiwöchigen Berufspraktikum an dem Markt teilzunehmen, um sich vertieft mit ihrem und zwei weiteren Ausbildungsberufen zu beschäftigen. Dafür bekamen sie einen Laufzettel mit Fragen, die sie ausfüllen konnten.

"Für uns ist die Berufsorientierung ganz wichtig. Wir wollen unsere Schüler auf die Berufswahlentscheidung vorbereiten", erklärte Schulleiterin Anette Schmücker. Das Konzept der Heinrich-Meyers-Realschule habe sich in den vergangenen Jahren bewährt. Darum habe es Sinn gemacht, damit weiterzumachen, so Schmücker. Für die jungen Leute sei es ein Vorteil, dass Hamminkeln und die Region stark mittelständisch geprägt sei und die Firmen bereit seien, Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen.

Am Stand der Bocholter Maschinenfabrik Epping informierte sich beispielsweise Luca (15) aus Dingden über die Möglichkeit einer Lehre. "Der Markt ist interessant, hier werden viele Berufe gut vorgestellt." Er hatte sein Berufspraktikum bei Elektro Maibom gemacht: "Das hier geht auch so in meine Richtung."

Die 15-jährige Maxine aus Mehr besuchte mit einer Freundin den Stand des Dingdener Pflegeheimes St. Josef. "Menschen zu helfen, ist sehr wichtig", sagte das Mädchen, das einmal Bestatterin werden möchte, sich aber auch mit dem Thema Altenpflege beschäftigen möchte. Nikolaus Ridder, Geschäftsführer des Josef-Hauses, zog ein positives Fazit des Berufemarktes: "Die, die zu uns kommen, interessieren sich wirklich für den Beruf."

Etwas nüchterner fiel die Bilanz von Ludger Uechsler aus. Er ist Personalleiter der Dingdener Akademie Klausenhof. "Die Schüler haben noch nicht so die Idee", sagt er. "Die überlegen auch: Was bringt die Ausbildung monetär?"

(aflo)
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